Unsere Zweitliga-Prognose: Die Aufsteiger

RB Leipzig

Platz 3: RB Leipzig

Saisonverlauf:

Die gute alte Phrase von der »Wundertüte«. Niemand liest sie noch gerne. Aber vielleicht kommt sie RB Leipzig vor der Saison auch deshalb am nächsten. Die weiteren Gründe: Die Mannschaft des Personalunioners Ralf Rangnick, zusammengesetzt aus teuren ligainternen Neuzugängen wie Willi Orban und noch teuereren jungen No-Names aus dem Ausland wie Atinc Nukan, wirkt zu Beginn wie eine Söldnermiliz, stets auf dem schmalen Grat zwischen kompromisslosem Aufstiegskampf und Meuterei. Am Ende reicht es tatsächlich zu Platz 3, punktgleich mit Lautern. Einziger Wermutstropfen: Die Relegationsspiele verlieren Rangnicks Mannen - gegen die TSG Hoffenheim. Angesichts eines weiteren Jahres trockenen Zweitliga-Graubrots sollte Rangnick schleunigste elf Neue holen. Sonst droht doch noch die Meuterei.

Schlüsselfigur:

Davie Selke. Eine gewisse Tragikomik birgt der seltsame Fall des Davie Selke schon. Freiwillig hinabgestiegen ins Unterhaus, nach dem Mantra: »Ein Schritt zurück, zwei Schritte vor«. Acht Millionen und acht Zweitligatore aber sind zu viel beziehungsweise zu wenig.

Aufreger der Saison:

Nach dem entscheidenden Treffer Hoffenheims in der letzten Minute der Verlängerung des Relegations-Rückspiels, tut RB selbst den Vorsitzenden der Anti-RB-Initiativen kurz leid. Kurz.

Saisonfazit aus Fansicht:

Kommt Zeit, kommt Geld, kommt Aufstieg.