U20-WM, U21-EM, Frauen-WM, Copa America

Fußballgott sei Dank!

Sommerpause ist langweilig? Von wegen! Aktuell finden drei Turniere statt, am Mittwoch startet zudem die U21-EM. Wer sind die Favoriten? Wer die Stars? Die wichtigsten Infos im Schnelldurchlauf.

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FRAUEN WM
Spielort: Kanada
Fernsehen: ARD, ZDF, Eurosport
Spiele der deutschen Mannschaft: Elfenbeinküste (10:0), Norwegen (1:1), Thailand (15. Juni, 22 Uhr)
Spielplan: Ergebnisse, Tabellen usw. findet ihr hier >>

1.
Das sind die Stars

Marta
Die fünfmalige Weltfußballerin Marta Vieira da Silva gilt immer noch als beste Spielerin der Welt. Seit dem ersten Spieltag des Turniers darf sich der Star des FC Rosengard mit 15 Toren zudem alleinige Rekordtorschützin bei Weltmeisterschaften nennen. Ein Titel mit der Nationalmannschaft fehlt der emotionalen Brasilianerin dagegen noch.
 
Christine Sinclair
Auch Kanadas Christine Sinclair gehört schon lange zu den Namen, die regelmäßig bei der Diskussion um die beste Spielerin der Welt fallen. Und auch Sinclair fehlen die Nationalmannschaftstitel, um das zu untermauern. Die spielerische Klasse der Angreiferin ist allerdings unbestritten.
 
Celia Sasic
Celia Sasic, ehemals Celia Okoyino da Mbabi, ist in der Form ihres Lebens. In den vergangenen zwei Jahren wurde sie Torschützenkönigin der Bundesliga, dazu kam in dieser Saison der Goldene Schuh in der Champions League. Im ersten Spiel gegen die Elfenbeinküste gelangen der Stürmerin des FFC Frankfurt drei Tore. Damit ist sie auch bei dieser WM Favoritin auf die Torjägerkanone.

2.
Diese Bundesligaspielerinnen sind u.a. dabei


Vivianne Miedma (FC Bayern, Niederlande)
Miedma gilt als eines der größten Talente dieser WM. Beim deutschen Meister FC Bayern kam die 18-Jährige in dieser Saison bereits auf 19 Pflichtspiele und erzielte acht Tore.
 
Yuki Ogimi (VfL Wolfsburg, Japan)
Yuki Ogimi spielt bereits zwischen 2010 und 2013 in der Bundesliga bei Turbine Potsdam. Nach einem Jahr in England beim FC Chelsea, kehrte die Offensivallrounderin vor dieser Saison nach Deutschland zurück. Beim Pokalsieger VfL Wolfsburg gehörte sie allerdings nicht zum Stammpersonal.
 
Nilla Fischer (VfL Wolfsburg, Schweden)
Die 30-jährige Schwedin war fester Bestandteil der Wölfinnen in dieser Saison. Die 1,75 Meter große Innenverteidigerin zeichnet neben ihren Defensivqualitäten auch Torgefahr aus. Diese stellte sie schon im ersten Gruppenspiel gegen Nigeria unter Beweis, in dem sie zum zwischenzeitlichen 2:0 traf.
 
Veronica Boquere (FFC Frankfurt, Spanien)
Veronica Boquere spielte in der vergangenen Saison beim FFC Frankfurt und erzielte in 21 Einsätzen sieben Tore. Damit überzeugte sie den FC Bayern, der die Kapitänin der Spanierinnen ab nächster Saison unter Vertrag nimmt.
 
Martina Moser (TSG 1899 Hoffenheim, Schweiz)
Martina Moser steht stellvertretend für eine ganze Reihe Schweizerinnen, die in der Bundesliga ihr Geld verdienen. Sie spielt seit 2012 bei der TSG Hoffenheim. Vorher war die Mittelfeldspielerin bereits für den SC Freiburg und den VfL Wolfsburg aufgelaufen.
 
Ria Percival (USV Jena, Neuseeland)
Mit Ria Percival spielt eine der Stars Neuseelands in Deutschland. Beim USV Jena kam die rechte Flügelspielerin auf 23 Pflichtspiele. Dabei erzielte die 25-Jährige ein Tor und bereitete drei weitere vor.

3.
Das sind die Favoriten

Deutschland
Bei einer Weltmeisterschaft der Frauen gehört das deutsche Team traditionell zu den ganz großen Favoriten. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Mit Nadine Angerer hat man die beste Torhüterin der Welt in den eigenen Reihen, mit Celia Sasic eine der derzeit besten Stürmerinnen. Auch die Defensive steht in der Regel gut. Nach der schmerzhaften Pleite bei der Heim-WM vor vier Jahren haben die deutschen Frauen sich einiges vorgenommen.
 
USA
Auch die USA gehören seit langem zu den festen Größen im Frauenfußball. Ähnlich wie die Deutschen können sich die US-Amerikanerinnen auf eine starke Physis verlassen. Mit Abby Wambach steht eine Legende immer noch auf dem Platz, ihre Erfahrung kommt den jungen Spielerinnen sicher zugute. Die Mannschaft ist mit einem Sieg (3:1 gegen Australien) und einem Unentschieden (0:0 gegen Schweden) ins Turnier gestartet.
 
Frankreich
Die Französinnen stehen für technisch anspruchsvollen, attraktiven Fußball. Dabei profitieren sie von den europäischen Spitzenmannschaften Olympique Lyon und Champions-League-Finalist Paris St. Germain, bei denen ein Großteil der Spielerinnen unter Vertrag steht. Gerade gegen andere große Teams spielt die Mannschaft um Kapitänin Renard gerne richtig groß auf. Die USA, Kanada und Deutschland wurden in diesem Jahr bereits geschlagen – im zweiten WM-Gruppenspiel setzte es allerdings eine 0:2-Niederlage gegen Kolumbien.
 
Kanada
Bei der WM im eigenen Land möchte Kanada natürlich um den Titel mitspielen. Ein starkes, ausgeglichenes Team ist vorhanden, mit Christine Sinclair steht immer noch eine der komplettesten Spielerinnen des Planeten im Kader. Von den Favoriten hat Kanada vielleicht den schwächsten Kader, mit dem Heimpublikum im Rücken und ein wenig Glück ist der ganz große Wurf aber möglich.