Tim Howard, Weltklassetorwart mit Tourette-Syndrom

Der Wille eines Bert Trautmann

Die »New York Times« nannte ihn »den Anker im Team« und Jürgen Klinsmann sprach geradezu hymnisch von Howard: »Er ist einer der besten fünf Torhüter der Welt.«

Der deutsche Trainer bewies auch beim US-Team seinen recht kompromisslosen Umgang mit arrivierten Kräften und strich Superstar Landon Donovan aus dem Kader. Howard hingegen blieb von Anfang an die einzig unantastbare Figur in Klinsmanns Planspielen.

Howard spielte auch mit gebrochenen Knochen

Denn während Donovan mangelnder Eifer angelastet wird, ist Howard der unbedingte Willen eines Bert Trautmann zu eigen. 2007 spielte er in einem Freundschaftsspiel trotz eines gebrochenen Fingers und 2013 in einem Pokalspiel trotz zweier gebrochener Knochen bis zum Schlusspfiff durch.

Einer wie er kann Nachfragen zu einer möglichen Absprache zwischen Deutschland und den USA im letzten  Gruppenspiel nicht verstehen. »Das ist eine Menge Mist«, sagte Howard. Ungehalten war er nicht, sondern lächelte dabei.