Thomas Hitzlsperger über Aston Villas Niedergang

Die Fans schließen sich zusammen, um gegen Lerner zu protestieren

In der Zwischenzeit hat Randy Lerner das Interesse am Klub verloren. Er will den Verein seit zwei Jahren verkaufen, aber ein ernsthafter Käufer ist nicht in Sicht. Da er weiterhin in den USA lebt und nur selten zu den Spielen nach Birmingham kommt, wird er von Tom Fox, dem ehemaligen chief commercial officer des FC Arsenal, vertreten. Aber auch Tom Fox ist es bisher nicht gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen.

Die Geduld der Fans wurde in den vergangenen Jahren arg auf die Probe gestellt - ein Eigentümer, der das Interesse am Klub verloren hat, Manager und Scouts, die nur selten brauchbare Spieler verpflichten konnten, und Vorstände, die kaum Erfahrung besitzen, einen Fußballverein zu führen.

It´s time to sell, Mr. Lerner!

Nun aber ist der Punkt erreicht, an dem sich viele von den Fans zusammenschließen, um gegen Lerner zu protestieren. Unter dem Slogan »Out the door on 74« wollen die Initiatoren Villa-Fans aufrufen, das Stadion in der 74. Minute in den kommenden beiden Heimspielen zu verlassen, und so einen Kurswechsel der Vereinsführung herbeiführen. Der Protest scheint dabei ins Leere zu laufen, schließlich möchte Lerner seit zwei Jahren den Verein verkaufen - erfolglos. Und so tritt der Klub weiterhin auf der Stelle. Der Abstieg ist unvermeidbar, die Fanlager sind gespalten und ein Ende der Misere ist nicht in Sicht.

Es ist kein guter Zeitpunkt, Villa-Fan zu sein. 9 Spieltage sind es noch in dieser Saison ohne Hoffnung auf Verbleib in der Premier League. Danach folgen 46 Spiele in der wohl härtesten Liga Europas, der Championship. Unter der aktuellen Führung ist ein Wiederaufstieg undenkbar. It´s time to sell, Mr. Lerner!