Tagesticker: 8. Januar 2019

Warum dieser Finne besser als die Bayern ist

Was Riku Riski den Bayern voraus hat. Wen Roman Abramowitsch statt Chelsea eigentlich kaufen wollte. Weshalb Luis Figo mit Schweinen schwimmt. Hier kommt alles Wichtige zum Tag.

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Besser als der FC Bayern
Wir verneigen uns vor Riku Riski (siehe Titelbild). Wegen des Namens. Weil er Finne ist und als Fußball-Profi durch dieses Leben spazieren darf. Aktuell beim finnischen Serienmeister HJK Helsinki. Und in der finnischen Nationalmannschaft. Die, und so nähern wir uns dem Grund einer tiefen Verneigung, hält gerade ein Trainingslager in Katar ab. Ohne Riski. Denn der möchte nicht. Weil er es für unverantwortlich hält, einfach so in Katar zu weilen, obwohl nebenan die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Er sagt: »Bei den Gründen für meine Entscheidung ging es um Werte, nach denen ich handeln und die ich hochhalten will. Ich denke, das ist wichtig.« 

Aber es kommt noch besser. Denn wir können nur spekulieren, was wohl bei einem ähnlichen Fall in Deutschland los wäre, sind aber ernstaft beeindruckt und beglückt über die Reaktion des finnischen Nationaltrainers Markku Kanerva: »Die Teilnahme ist freiwillig. Wenn ein Spieler aus privaten Gründen nicht zum Nationalteam kommen will, respektiere ich das.« Konsequenzen habe der Spieler deshalb nicht zu befürchten. Man muss sich den finnischen Fußball als einen glücklichen Fußball vorstellen.

Wen Roman Abramowitsch eigentlich kaufen wollte
Das Leben der Superreichen, es ist nicht leicht. Da will man sich in einem Akt nobler Philanthropie einen Premier-League-Verein kaufen, und dann bieten sie einem nur leidliche Auswahl. So war schon länger bekannt, dass Roman Abramowitsch kurz vor dem Erwerb des FC Chelsea zu einem seiner Angestellten sagte: »Was, diesen Mist sollen wir kaufen?« Zum Glück war das Ganze ein Missverständnis, der Helikopter der russischen Delegation überflog gerade das Gelände des benachbarten FC Fulham. Neu hingegen ist die Erkenntnis, dass Abramowitsch in seiner Liebe offenbar eine gewissen Beliebigkeit streut, denn er habe sich wohl ursprünglich auch mal für Tottenham Hotspur interessiert.

Dass daraus nichts wurde, lag dann eher an profanen Gründen als am Geld - nachdem er und seine Genossen die Tottenham High Road, die Hauptverkehrsstraße des Stadtteils, durchfahren hatten, senkte Zar Roman den Daumen und befand, es sähe schlimmer aus als in: Omsk. Wobei es über die Stadt zumindest bei Wikipedia heißt: »Omsk ist ein Kunst- und Kulturzentrum und besitzt eine sehenswerte Altstadt mit Fassaden aus mehreren Jahrhunderten.« Schlimm.

So sieht das neue Tottenham Stadium aus
Apropos Spurs. Wenn es denn dann demnächst endlich die Pforten öffnet, wird das neue Stadion des Klubs so aussehen. 



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