So kommt das Champions-League-Finale ins Free-TV

Schiri, Musi, Nüßlein

Die Schiedsrichter
Die Spielleitung des Finals hat der Slowene Damir Skomina inne. Der aus dem Städtchen Koper (Telefonvorwahl (+386) 5) stammt, von dem jeder weiß, dass es die einzige Seehafenstadt des Landes ist und auch, dass es im Krieg zwischen Venedig und dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation auf der deutschen Seite stand.



Auch im Einsatz: Felix Zwayer (Berlin) und Mark Borsch (Mönchengladbach) — im Team des niederländischen Videoschiedsrichters Danny Makkelie. Zwayer als einer der direkten Assistenten, Borsch als Argusauge für Abseitssituationen. Und wenn wir in dieser Saison eines gelernt haben, dann doch, dass die Beteiligung des VAR am Spiel selbst mehr als entscheidend ist.

Die Musik

Wird auf Grund einer Fanfreundschaft immer mal wieder in Anfield gespielt — Die Elf vom Niederrhein, die Vereinshymne von Borussia Mönchengladbach. So auch in der Halbzeitpause des Halbfinal-Rückspiels gegen den FC Barcelona. Stand nach 45 Minuten? 1:0 für Liverpool. Stand nach 90 Minuten und einmal Elf vom Niederrhein? 4:0. Noch Fragen?



Na gut, kein Problem, da gibt es ja noch die Champions-League-Hymne. Auf die alle scharf sind, die alle mal hören wollen, erst Recht in einem Finale und die ohne deutsche Beteiligung nicht möglich wäre. Denn das 1992 vom englischen Komponisten Tony Britten komponierte Gänsehautstück basiert auf Zadok The Priest vom Lionel Messi des Barock, vom in Halle (Saale) geborenen Georg Friedrich Händel.



Und wenn man ganz genau hinhört, ist auch der Text ein deutscher:



Fritz Nüßlein 

Kann es wirklich Zufall sein, dass der Tag des Champions-League-Finals mit dem 120. Geburtstag Fritz Nüßleins zusammenfällt, dem Nestor der deutschen Jagd- und Forstwissenschaft?


Ohne dessen Neubearbeitung von Wilhelm Biegers »Die formelmäßige Bewertung der europäischen Jagdtrophäen« wäre der moderne Fußball nach Ansicht von Experten schließlich kaum das, was er heute ist.