So könnte Herthas Stadionneubau verlaufen

Hertha BER

Die Hertha will ein neues Stadion bauen. Ein weiteres großes Bau-Projekt in Berlin? Was soll schon schief gehen? 

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Mai 2018: Begeisterung in Berlin: Die Hertha veröffentlicht erste Pläne für ein reines Fußballstadion, das bis 2021 fertiggestellt werden soll. »Bitte keine BER-Witze«, witzelt Hertha-Manager Michael Preetz. 

Mai 2019: Spatenstich im Olympiapark. Leider stößt Oberbürgermeister Michael Müller auf eine Weltkriegsbombe, das Gelände muss evakuiert werden. Der Baubeginn verzögert sich um eine Woche. 

Juni 2019: Der Bau beginnt. Beim Ausheben des Baugrabens stoßen die Bauarbeiter auf die Fossilien einer unbekannten Dinosaurier-Art. Der Kulturausschuss des Berliner Senats stoppt den Bau per einstweiliger Verfügung.

April 2021: Waren gar keine Fossilien, war Herthas knochentrockenes Image. Jetzt aber: Spatenstich, Baubeginn. 

September 2022: Der Rohbau steht, muss allerdings nochmal komplett abgerissen werden, weil er den Statiktests nicht standhält. Ein Vorarbeiter hatte »Hertha-Beton« verstanden, nicht »härteren Beton«. 

April 2023: Auf ein Neues. Hertha-Sportdirektor Alexander Esswein durchschneidet das Rote Band.

April 2023: Mehrere Verletzte bei einer Explosion aufgrund einer irrtümlich durchgeschnittenen roten Gasleitung.

September 2023: Das Fundament steht. 

Oktober 2023: Ist gar kein Fundament, ist eine Landebahn. »Da ist uns leider eine Verwechslung unterlaufen«, so der Bauherr. Auch die irrtümlich am BER errichtete Haupttribüne wird abgerissen.

Mai 2024: Der Rohbau steht. Aber es gibt Probleme mit der Elektrik. Das im Smalltalk dahingesagte »Wir brauchen drei Punkte« von Hertha-Sportdirektor Mathew Leckie wurde von den Bauherren missverstanden, alle 35.000 Steckdosen im Stadion sind britische Dreipunkt-Steckdosen.