So könnte das Pokalfinale laufen

Die Helene, das sind die anderen

RB Leipzig gegen Bayern München – ein Pokalfinale, das wirklich niemand sehen will. Und damit ihr das auch nicht müsst, hier schon einmal der Ablaufplan des Finals.

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24.04.2019, ca. 22:35 Uhr: Leichtere Erdbeben vor allem in Norddeutschland durch kollektive »Ooooah«-Rufe, nachdem die Finalpaarung feststeht.

25.04.: Die Server von Viagogo sind down. Es waren einfach zu viele Ticket-Verkaufswünsche auf einmal. Geschäftsführer Dr. B. Trug ist fassungslos: »Wir verstehen das gar nicht. Wir verkaufen doch alle Tickets zu absoluten Wucherpreisen. Und haben trotzdem irgendwie Verlust gemacht.«

26.04. - 19.05.: Eine Austrittswelle aus den Vereinen plagt den DFB. Der frisch vereidigte DFB-Präsident Horst Heldt tritt konsterniert von seinem Amt zurück.

20.05.: Der Fußballgott kommt aus dem Urlaub zurück. »Hab ich was verpasst?«

25.05, Finaltag, 19:40 Uhr: Die Vorberichterstattung läuft. Uli Hoeneß und Ralf Rangnick im Doppelinterview. Wissenschaftler werden später einen überproportionalen Anstieg der Galleproduktion bei sämtlichen 284 neutralen Fernsehzuschauern feststellen.

19:45 Uhr: Haarige Situation vor dem Stadion. Im dichten Gedränge der zahllosen Schwarzmarkthändler, die alle noch Karten verkaufen wollen, kommt es beinahe zu einer Massenpanik. Glücklicherweise bleibt alles ruhig.

19:55 Uhr: Die Mannschaften laufen ein. Stille auf den spärlich gefüllten Rängen. »Ha, wie zuhause, das wird ein Heimspiel für uns«, denken die Kapitäne beider Mannschaften.

20 Uhr, Anpfiff: Der Videoschiedsrichter steigt in Kreuzberg in die U1 und guckt auf die Uhr. 

5. Minute: Erster Torschuss für die Bayern durch Thomas Müller.

6. Minute: War kein Torschuss, war ein epileptischer Anfall. Dr. Müller-Wohlfahrt eilt aufs Feld.

8. Minute: Nach gutem Zureden kommt auch Mats Hummels auf den Platz. »Und Ante Rebic spielt hier heute auch ganz sicher nicht, nein? Na gut.«