So gewann der HSV gegen Gladbach

Langholz Marke HSV

Bei Ballbesitz agiert der HSV nicht minder brachial. Die Norddeutschen postieren sich mit vier bis fünf Spielern an der gegnerischen Abwehrkette. Mit langen Bällen oder Flügelangriffen versuchen sie, Pässe hinter die Abwehr zu erzwingen.

Drei Stürmer für den großen Durchbruch

Dazu passt die Aufstellung von Bruno Labbadia: Gegen Gladbach stellte er mit Artoms Rudnevs, Josep Drmic und Nicolai Müller gleich drei Stürmer auf, die sich auf Durchbrüche fokussieren. Ihre Stärken kommen zur Geltung, wenn sie möglichst nahe am gegnerischen Strafraum den Ball bekommen und direkt in Richtung Tor gehen können.

Auf der anderen Spielfeldseite lässt sich Lewis Holtby oft fallen, um lange Bälle in den Spielaufbau einstreuen zu können. Das Mittelfeld-Zentrum wiederum besetzt der HSV eher unregelmäßig. Lange Bälle sind oft der einzige Weg, nach vorne zu kommen. Mit diesen Bällen möchte Hamburg Durchbrüche der Stürmer erzwingen. Statistisch gesehen hat der HSV in dieser Saison die zweitmeisten langen Bälle gespielt, nur Ingolstadt bolzt den Ball häufiger nach vorne. Der Anteil langer Bälle im Hamburger Spiel liegt bei knapp 18%, damit sind sie auf Rang 14 in der Liga.

Köln hatte die richtige Taktik gegen die Hamburger

Zuletzt hatte der HSV mit dieser Spielweise Probleme, gegnerische Defensivreihen zu bezwingen. Der 1. FC Köln machte vergangene Woche vor, wie man die Offensivbemühungen des HSV einfriert: Sie spielten mit fünf Verteidigern und stärkten damit die letzte Linie. Der HSV kam gegen die gut gestaffelten Kölner kaum hinter die Abwehr. Im Spielaufbau wiederum suchte Köln direkt den Weg nach vorne, um ja nicht ins Hamburger Pressing zu laufen.