So funktioniert der neue Europacup (vielleicht)

Die »Wayne Interessierts Trophy«

Endlich: Die Uefa plant einen weitereren Europacup. Juhu. Da aber niemand weiß, wie der funktionieren oder was das ganze überhaupt soll: Hier die wichtigsten Fakten. 

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Wie heißt der neue Cup?

Noch unklar, derzeit tagt eine Namensfindungskommission. Doch es gibt klare Favoriten, im Gespräch sind unter anderem »Cup der Verlierer«, die »Goldene Funktionärsnase«, der »CCA – Cup für Ceferins Altersvorsorge« oder auch die »Wayne Interessierts Gedächtnis Trophy«. Möglich wäre auch eine Versponserung des Namens, sollte ein potenter Geldgeber auf den Plan treten, etwa »Autohaus Manthey Europacup« oder »Wurst-Sonderpostenmarkt Berlin-Pankow Cup«. 

Wie läuft die Qualifikation?

Die Hürden zur Teilnahme sind, wie es sich für ein Uefa-Premiumprodukt gehört, natürlich hoch. Der knallharte Qualifikations-Modus beginnt damit, dass niemand mitmachen darf, der nur ein Bein hat. Die erste echte Qualifikations-Runde besteht dann darin, dass eine Wortwitz-Kommission (11freunde.de hat sich bereits beworben) die witzigsten Quatsch-Namen von Hobbykickertruppen kürt. Diese Teams treten dann in einer ersten Gruppenphase gegen die Regionalliga-Achten bis Zwölften aus jenen Ländern an, die eine Regionalliga haben. Die Top 12 dieser Teams wiederum trifft auf die 12 fairsten Teams der vergangenen Saison sowie die 12 torreichsten Profimannschaften der summiert vergangenen 5 Jahre. Dann wird nochmal gemischt und es kommt zum Sudden Death im Geldkofferweitwurf. Anschließend steigen die Mannschaften aus den ersten beiden Lostöpfen ein, wegen des engen Terminplans werden die Spiele dann aber direkt im Elfmeterschießen ausgetragen. Darüber hinaus wird es eine Direktqualifikation geben, wenn ein Funktionär, Trainer oder Spieler eines Vereins in einem Interview das von der Uefa zuvor festgelegte Zauberwort sagt. 

Wie sieht der Pokal aus?

Noch unklar, aus den Reihen der Uefa heißt es aber, man tendiere zu etwas Ananas-artigem. Möglich sei aber auch, dass man einen der vielen alten einfach recycelt wird. Ob das am Ende der Fuji-Cup, der UI-Cup oder der gar die Nations League ist, die sich hoffentlich bald erledigt hat, bleibt abzuwarten. 

Wer überträgt und wie viel TV-Geld fließt?

Noch unklar, erst muss sich eine TV-Anstalt finden, die den Cup übertragen will. Interesse ist verbrieft von »Al-Jazeera Herten«, »Sat1 Gold«, dem offenen Kanal Bremen, »Pro8«, »Kabel Eins 2« und »3sat Maxx«. Sat1 Gold bietet pro Spieltag 25 DVD-Sets von »Golden Girls« als Vergütung, Pro8 das, was beim Schwestersender Pro7 übrig bleibt, wenn Jumbo Schreiner Schnitzel testet. Noch nicht bestätigt ist das Interesse von Sport 1, deren langfristige Planung einen weitere Sportveranstaltung eigentlich nicht zulässt. »Wir haben mit Sport eigentlich nichts zu tun«, hieß es aus München. Außerdem drohe man, die vertraglich vereinbarten 250.000 Folgen »Container Wars« jährlich nicht zu erreichen. 

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