So ein Jahr, so wunderschön: Eintracht Frankfurt

Nur ein One-Hit-Wonder?

Nun ist die Hinrunde vorbei und Frankfurt hat sich in der Spitzengruppe festgesetzt. Und das nicht irgendwie, sondern mit gnadenlos offensivem, attraktivem Fußball, der den gemeinen Frankfurt-Fan, der sich das mausgraue Jäckchen der Mittelmäßigkeit schon wärmend um die Schultern gelegt hatte, von den Sitzen reißt. In diesem Sinne könnte »So ein Jahr, so wunderschön« als Titel nicht treffender sein, denn es gibt nicht den einen Moment, der für mich ganz besonders war. Es gibt gleich eine ganze Reihe an Momenten, ein ganzes Halbjahr eigentlich, das unglaublich war.

Fast jedes Wochenende passierten Dinge, die ich als Eintracht-Fan höchstens noch aus dem Fernsehen kannte. Die Kombination vor Sebastian Jungs Tor gegen Hannover. Takashi Inuis Ballannahme vor dem Tor gegen Hamburg. Alex Meiers Tor aus der Drehung gegen Freiburg. Der Sechzig-Meter-Freistoß von Pirmin Schwegler, Aigners anschließender Direktpass und Inuis Abschluss zum 2:0 gegen Wolfsburg. Die Liste ließe sich noch ein ganzes Stück weiterführen.

Die »Scorpions« werden nie wieder cool und erfolgreich sein, so viel steht fest. Bei Eintracht Frankfurt könnte das anders sein. Von »Fußball 3000« war schnell die Rede und natürlich vom »Eurobbabogaal«. Ob die Hinrunde 2012/13 ein One-Hit-Wonder war, bleibt abzuwarten. Und doch scheint es, als pfiffe derzeit der »Wind of Change« durchs Waldstadion.