Skurrile WM-Tätowierungen

Der Grotifant als Tattoo

Bei derartigen Auswüchsen sind Tattoos wie Alexander Essweins »Oma Hildegard«, das seinen Unterarm ziert, eine echte Ausnahme in Sachen Bodenständigkeit. Anders bei Markus Babbel, der wahrscheinlich auch deswegen schon länger keinen Job mehr angetreten hat, weil sein Körper schlicht keinen Platz mehr für ein weiteres Vereinswappen bietet.

Wenn das Ego groß genug ist, kann man es auch wie Mario Balotelli machen, der in Stilfragen ja eh meist Recht hat und sich ein Zitat von Ghengis Khan auf die Brust stechen ließ. »Ich bin die Strafe Gottes. Wenn du nicht so große Sünden begangen hättest, hätte Gott dir nicht eine Bestrafung wie mich geschickt.«, prangt dort nun und illustriert treffender als jedes Psychogramm Balotellis Verhältnis zu sich selbst und zu anderen. Eine Strafe war der Stürmer bei dieser WM indes höchstens für das eigene Team.

Bei soviel Exzentrik wünscht man sich ohnehin die gute alte Zeit zurück, mit schwarzen Schuhen, Manndeckern und grobkörnigem TV-Bild. Und wenn es dann doch ein Tattoo sein muss, na bitte. Aber vielleicht ja etwas Klassisches. Die Vereinshymne von Wattenscheid etwa – oder das Antlitz des Grotifanten.