Serge Aurier, Newcomer der Elfenbeinküste

Die WM, der nächste große Karriereschritt

Von Lens wechselte er nach Toulouse, und, kein Scherz, am 1. April 2012 gelang ihm sein erstes Tor als Profi. Vielen Menschen dürfte vor allem sein zweiter Treffer in Erinnerung geblieben sein. Am zweiten Spieltag der Saison 2012/13 traf Aurier gegen Saint Etienne per Volley von der Strafraumgrenze.

Auch wenn er inzwischen als Rechtsverteidiger aufläuft, schaltet sich Aurier immer wieder in das Offensivspiel ein und erzielt so auch immer wieder spektakuläre Tore. Für Toulouse traf er in der abgelaufenen Saison sechs Mal und bereitete weitere sechs Treffer direkt vor, was ihn zu einem der torgefährlichsten Verteidiger in Europa macht. Es verwundert also nicht, dass er zum »Rechtsverteidiger der Saison« in der Ligue 1 gewählt wurde.

Besser als Eboué?

Vergangenes Jahr entschied sich Aurier schließlich für die Elfenbeinküste – Nationaltrainer Sabri Lamouchi zögerte keine Sekunde, ihn in die Auswahl zu berufen. Die Elfenbeinküste hat lange auf einen Nachfolger des großen Emmanuel Eboué warten müssen. Doch Aurier scheint dessen Fähigkeiten zu besitzen. Mehr noch: Er könnte sogar ein noch besserer Spieler werden als der ehemalige Arsenal-Verteidiger Eboué es jemals war.

Der FC Arsenal ist neben anderen europäischen Topklubs einer der Bewerber als neuer Arbeitgeber von Serge Aurier. Der ist sich dessen bewusst und dies könnte wiederum dazu beitragen, dass er bei der WM noch einmal einen Leistungsschub bekommt. Es passt zudem auch ins Bild, dass er ausgerechnet im Geburtsland seines großen Vorbilds Roberto Carlos den internationalen Durchbruch schaffen könnte. Aurier besitzt einen ähnlich explosiven Antritt wie der Brasilianer und obwohl er nicht so viele Freistöße schießt ist er ein gefürchteter Eckenschütze. Die rasante Karriere des Serge Aurier, sie hat gerade erst begonnen.