Sechs steile Thesen zum Bundesligastart

Weltklasse!

Unruhe in Leipzig, Reus wird Torschützenkönig und Heynckes kommt zurück. Unsere sechs steilen Thesen nehmen der Saison 2018/2019 jede Spannung. Also fast.

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Marco Reus bleibt verletzungsfrei und wird Torschützenkönig

Alle Sehnen halten, der Rücken ist stark wie nie und mit Mario Götze läuft's auch ganz gut. Marco Reus wird in dieser Saison zu dem Weltklassespieler, der er eigentlich ist. Von jeglichem Verletzungspech verschont läuft er in über 30 Spielen für den BVB auf und schießt dabei 36 Tore. Allein in der Bundesliga! Hinzu kommen 23 Vorlagen. Zum Meistertitel reicht es trotzdem nicht. Den nagelsmannt Christian Streich ein. Nein, falsch: Den streicht Julian Nagelsmann ein.

Ralf Rangnick feuert den Trainer von RB Leipzig

Für RB Leipzig läuft die Saison schlecht. Zuerst verpasst der »Klub« den Sprung in die Europa League. Das Ausscheiden gegen Sorja Luhansk bekommt aber zum Glück fast niemand mit, da das Spiel nirgendwo übertragen wird und sich im Stadion nur viereinhalb Leipzig-Fans befinden. Nach sieben Unentschieden in Folge (unter anderem ein epochales 7:7 gegen Hannover 96) zieht Ralf Rangnick die Reißleine. Mit sofortiger Wirkung entlässt er Ralf Rangnick am elften. Spieltag. In einer Pressekonferenz auf der sowohl Manager Ralf Rangnick, als auch Ex-Trainer Ralf Rangnick anwesend sind, wird der neue Trainer, ein bislang unbekannter Deutsch-Argentinier namens Alf Angnick, vorgestellt. Der führt RB Leipzig auf einen souveränen sechsten Platz und sichert ihnen eine weitere zauberhafte Europa-League-Qualifikation.

Heynckes kommt zurück

Am 15. Spieltag verliert der FC Bayern München gegen Hannover 96 mit 0:4. Uli Hoeneß ist außer sich und entlässt Nico Kovac, der in 15 Spielen nur 42 Punkte holte. Die Hinrunde beendet Interimstrainer Miroslav Klose. Am 1. Januar stellt Hassan Salihamidzic Jupp Heynckes als neuen Trainer vor. Dem war das Rentner-Dasein langweilig geworden, er suchte nach einer neuen Herausforderung. Zum Meistertitel reicht es dieses Mal allerdings nicht. Die Bayern werden nur dritter hinter dem BVB und Hoffenheim. Dafür darf sich Heynckes jedoch über den erneuten Champions-League-Titel freuen. Nach dem Finalsieg gegen PSG gibt Heynckes völlig überraschend seinen Rücktritt bekannt. Beim Verlassen der Säbener Straße ruft ihm Thomas Müller zu: »Bis nächstes Jahr, Jupp!«