Schalkes Embolo im Porträt

Das Gesamtpaket

Halb Europa jagte ihn: Doch Breel Embolo entschied sich für Schalke 04. Der gebürtige Kameruner ist ein echtes Sturmjuwel.

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Donald Trump heißt eigentlich Donald Drumpf. Und Breel Embolo heißt eigentlich Breel Donald Embolo. Hat natürlich nichts miteinander zu tun, aber Fun Facts sind ein Bonbon für jeden Tresendiskurs, und Tresen gehören nun mal zum Fußball wie dieser an die Füße von Breel Donald Embolo. Denn der 19-jährige Schweizer stellt damit Fabelhaftes an.

Die Menschen lieben es, dass da jemand nicht schablonenmäßig spielt“, sagte einst Basels Präsident Bernhard Heusler. Gar eine „Weltkarriere“ traut ihm sein ehemaliger Sturmpartner Marco Streller zu. Ins Schwärmen geraten sie, weil Embolo über ein für sein Alter erstaunliches Komplettpaket verfügt. Es ist eine Art All-inclusive-Angebot, nur dass sie auf Schalke hoffen, dass die damit sonst oft verbundene Enttäuschung (Hotelbüffet!) bitteschön ausbleiben möge. 

Groß, robust und durchsetzungsfähig

Groß ist er, dazu robust und durchsetzungsfähig, er streichelt den Ball wie seine Freundin und ist schnell wie ein Flügelspieler. In Basel wich er deshalb oft auf die Außen aus, auf Schalke könnte Embolo im Sturmzentrum das Ende der Huntelaar-Ära einläuten. 

Abseits des Platzes gilt Embolo als aufgeräumter Typ. Eine Ausbildung zum Kaufmann hat er abgeschlossen, die 30 Millionen Euro, die Wolfsburg im Winter bot, sei er aus seiner Sicht nicht wert. Vielleicht hat Schalke ja deshalb nur knapp 25 Millionen Euro – vereinseigenen Ablöserekord – an den FC Basel für Embolo abgedrückt. Aber was heißt eigentlich „nur“.