San Marino und das erste Pflichtspieltor seit fünf Jahren

Der Held des Abends

Vor dem achten Spieltag der aktuellen Qualifikationsrunde stand San Marino mit einem Torverhältnis von 0:38 auf dem letzten Platz der Gruppe H. Zu Hause gegen England setzte es ein 0:8, in der Ukraine verlor man gar 0:9. Am Dienstagabend ging es gegen Polen, wo man angesichts dieser Ergebnisse vielleicht schon darüber nachdachte, ob man im Stadio Olimpico di Serravalle den höchsten Sieg der Geschichte noch überbieten würde. Immerhin gelang dieser auch gegen San Marino (10:0 am 1. September 2009). 


Doch es kam anders. In der 22. Minute zog Matteo Vitaioli einen Freistoß in den gegnerischen Strafraum, Verteidiger Alessandro Della Valle stieg hoch und köpfte ein zum 1:1, es war erstes Länderspieltor. Was folgte, war ein atemberaubender Jubel, der an die ganz Großen erinnerte. Della Valle rannte mit seinen Mitspielern über die Eckfahne und die Tartanbahn zur Trainerbank und ließ sich feiern, als habe er gerade die Champions League oder die Weltmeisterschaft oder beides zusammen gewonnen. Die Zuschauer klatschten zunächst etwas irritiert in die Hände, dann brachen alle Dämme. Dass das Spiel 1:5 verloren ging, interessierte kaum jemanden.
 
Alessandro Della Valle hat nun die große Chance, der Miroslav Klose von San Marino zu werden. Er benötigt noch sieben weitere Tore, um Rekordmann Andy Selva vom Thron zu stoßen. Es könnte fünf oder zehn Jahre dauern. Doch das ist vollkommen okay, Fußball ist nun mal ein Geduldsspiel.

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