Reaktionen zum offenen Brief von Reinhard Grindel

»Der öffentliche Druck wächst«

Aus den Vereinen kommt ein positives Signal. Vor allem der Verzicht auf Kollektivstrafen wird von den Vereinsverantwortlichen begrüßt. Axel Hellmann, Vorstandsmitglied von Eintracht Frankfurt, sagt: »Es ist gut und richtig, dass der DFB einen Schritt auf die aktive Fanszene zugeht und dies mit der Abkehr von Kollektivstrafen verbindet. Wir haben uns immer gegen Kollektivstrafen ausgesprochen, sie sind unserer Meinung nach nicht zielführend.«

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge stößt in eine ähnliche Richtung und erinnert an die Teilsperrung in Dortmund: »Es ist ein guter Ansatz, in den Dialog mit den Fanvereinigungen zu gehen. Ich begrüße die Initiative des DFB-Präsidenten sehr. Man muss sich nur mal das Beispiel Borussia Dortmund vorstellen, als die ganze Südtribüne ausgeschlossen wurde. Das kann nicht im Interesse des Fußballs sein.«

Werner Spinner betont als Präsident des 1. FC Köln: »Es war dringend an der Zeit, dass der DFB insbesondere seine Praxis der kollektiven Bestrafung von Fan-Fehlverhalten überdenkt.«

Und auch die Fanhilfe Magdeburg äußerte ebenfalls gegenüber dem MDR sich: »Wir beobachten, dass der öffentliche Druck auf die Institution DFB wächst. Das ist einem Schulterschluss vieler Fanorganisationen, die an der Basis organisiert sind und eben nicht im Verwaltungsalltag der Verbandsarbeit integriert sind, zu verdanken. Die Aufgabe dieser Autonomie für ein Aufgehen in einer AG 'Faninteressen und Fankultur' sehen wir kritisch.«