Reaktionen zu Effenbergs Stinkefinger vor 25 Jahren

»Obszön und ungeheuer«

Heute vor 25 Jahren zeigte Stefan Effenberg den deutschen Fans im WM-Gruppenspiel gegen Südkorea den Finger. Nationaltrainer Berti Vogts schmiss »Effe« noch während des Tuniers raus. So urteilten Prominenz und Presse.

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Martina Effenberg nach der Suspendierung
»Danke, Berti! Jetzt gucken wir uns erstmal New York an.«

Uwe Seeler im Interview mit der Hamburger Morgenpost
»Er muß ein Exempel statuieren. Vielleicht ist der Rausschmiß von Effenberg ein richtiger Schritt.«

Udo Lattek in der Hamburger Morgenpost
»Die DFB-Entscheidung war hundertprozentig richtig. Stefan Effenberg mußte weg, das ist nur konsequent.«

Franz Beckenbauer in der Hamburger Morgenpost
»Diese Entscheidung des DFB ist falsch. Ich hätte Stefan Effenberg nicht nach Hause geschickt.«

Der damalige DFB-Präsident Egidius Braun im Interview mit der Süddeutschen Zeitung
»Da reisen Menschen, die wirkliche Fans sind, tausende Kilometer weit, nehmen große Kosten, große Strapazen auf sich, und weil einem Herrn Effenberg etwas nicht paßt, glaubt er, sie in übelsten Weise beleidigen zu können.«

Frankfurter Rundschau (Harald Stenger)
»Berti Vogts hat ein Zeichen gesetzt. Der Rauswurf von Stefan Effenberg ist eine harte Maßnahme, aber sie ist richtig.«

die tageszeitung (Manfred Kriener)
»Man hat es in Sachen Vogts, Braun und Effenberg mit einer solchen Bündelung von Dumpfnasen, bigotten Scharfrichtern und eitlen Millionärsbübchen zu tun, daß sich eigentlich jede Parteinahme verbietet.«

Schlusswort aus den Tagesthemen
»Es bleibt obszön und ungeheuer!«

Screenshot via ARD