Presseschau, 19.12.2014

Ende keiner Ära

Fifa-Chefermittler Garcias Rücktritt. Real Heroes. Vom Feuerwehrmann zum – was? Die Meldungen des Tages in der Presseschau.

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Zu Fifa-Chefermittler Garcias Rücktritt
Ende keiner Ära
Als Michael Garcia seinen 430 Seiten starken, von der Fifa in Auftrag gegebenen Abschlussbericht über die umstrittenen WM-Vergaben in Russland und Katar abgab, war er bereits sichtlich genervt von der Geschäftskultur seiner Auftraggeber. Als Richter Hans-Joachim Eckert dann seinen Rechtspruch lieferte, verlor er vollends das Vertrauen in den Reformwillen der Fifa. Nun ist er zurückgetreten. »Keine unabhängige Regierungskommission, kein Ermittler und kein Schiedsgericht kann die Kultur einer Organisation ändern«, schreibt er in der Mitteilung zu seinem Abschied.
sueddeutsche.de

Real Madrid feiert Fußball
Real Heroes
Dass Real ein erfolgreiches Jahr hatte, zeigt auch ein Blick in die Vergangenheit des Vereins: 1958 holte zuletzt ein Real-Team den wichtigsten internationalen und den nationalen Titel. Und das ist nicht alles: Längst gilt der Fußball der aktuellen Real-Mannschaft nicht mehr als zynisches Star-Gekicke, sondern als aufregendes Offensivspektakel. Sogar die graue Eminenz Arrigo Sacchi meldet sich zu Wort und zollt dem Hauptstadtclub Respekt.
welt.de

Max Eberl über das neue alte Mönchengladbach
»Wir haben gelernt, keine verrückten Dinge zu machen«
Für unsere große Titelgeschichte über Borussia Mönchengladbachs trafen wir auch Sportdirektor Max Eberl. Ein Gespräch über nachhaltige Planung, die Zusammenarbeit mit Trainer Lucien Favre und die Weisheit der Fans.
11freunde.de

Video des Tages: Hacken-Jonglage
Isco Fever!
Was wir nicht mal mit dem Spann, achwas, nichtmal mit der Hand könnten, macht Real Madrids Isco hier mit der Hacke. Kann da nicht mal jemand dazwischengrätschen, bitte?
11freunde.de/video

Peter Neururer hat frei
Vom Feuerwehrmann zum – was?
Von Peter Neururer sind vermutlich mehr Zitate überliefert als von Schiller – und das nicht ganz zu Unrecht. Der streitbare Coach war in seinem Berufsleben beispiellos emotional involviert, hat wohl heftiger gelitten als die meisten seiner Kollegen. Nach ernsten gesundheitlichen Problemen übernahm er 2012 den VfL Bochum, wieder einmal. Vor einigen Tagen wurde er dort nun entlassen. Aber auch diese eigentlich undenkbare Frage muss irgendwann einmal gestellt werden: Hat Neururer überhaupt noch Lust aufs Trainersein?
zeit.de

Happy Birthday
Als die TSG 1899 Hoffenheim sich nicht mehr als Frischling unter den Etablierten verstand und plötzlich mehr wollte, kaufte man Anfang 2011 einen jungen Spieler, der dank fast hundert Einsätze für den FC Liverpool Premier-League-gestählt von der Insel kam und in der Bundesliga auf Torejagd gehen sollte: Ryan Babel. Allein, das klappte nicht so richtig. Hoffenheim gurkte sich durch zwei üble Spielzeiten, und Ryan Babel wurde im Sommer 2012 aus dem letzten Jahr seines Vertrags herausgekauft. Er ging zurück zu Ajax Amsterdam, wo er als Fußballer groß wurde. Der Stürmer verbrachte dort eine Saison, seit letztem Jahr spielt er für Kasimpasa Istanbul. Für die Oranje-Elf nahm er an den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 teil. Unvergessen in Holland aber vor allem seine musikalischen Ambitionen: Der niederländische Rapper Darryl veröffentlichte 2008 den Song »Eeyeeyo«, bei dem Babel mitwirkt. Außerdem veröffentlichte der Stürmer selber unter dem Alias »Rio« das Stück Misgunners, ein Remix zu Drakes »Forever«. Heute wird Ryan Babel 28 Jahre alt.