Presseschau, 09.12.2014

Identitätsverlust

Identitätsverlust. Russland ist Weltmeister. Eistonnen-Brecher. Die Meldungen des Tages in der Presseschau.

Emanuel Roşu

Streit um Steauas Vereinsinsignien
Identitätsverlust
Der 25-fache rumänische Meister Steaua Bukarest verliert seinen Namen, darf sein Logo nicht mehr zeigen und seine Vereinsfarben nicht weiter verwenden. Das entschied, nach einer erfolgreichen Klage des Verteidigungsministeriums, vor einigen Tagen das oberste Gericht in der rumänischen Hauptstadt. Der 1947 als Armeeklub gegründete Verein war 1989 in Privatbesitz übergegangen und durfte zunächst unter Vorbehalt die militärischen Zeichen weiterführen. Als 2004 der umstrittene Millionär George Becali den Klub übernahm, klagte das Militär gegen die weitere Verwendung der Markenzeichen und bekam nun Recht. Steaua wird bei Ligaspielen nun erstmal als »Gastgeber« oder »Meister« angekündigt und spielt (wie auf dem Bild erkennbar) auch auf Anzeigetafeln ohne Logo und Namen.
kicker.de

Amputierten-WM
Russland ist Weltmeister
Am Sonntag ist in Mexiko die Weltmeisterschaft der Amputierten-Fußballer zu Ende gegangen. Im Finale setzte sich die russische Auswahl mit 3:1 gegen Angola durch und löst somit Usbekistan als Weltmeister ab. Dritter wurde die Türkei, die im kleinen Finale Polen mit 1:0 bezwang. Die deutsche Mannschaft, die nur mithilfe eines Crowdfunding-Projekts und einer Spende des BVBs teilnehmen konnte, verlor im Achtelfinale 0:11 gegen Brasilien.
thenews.pl
amputierten-fussball.de

Mertesacker trifft Büchler
Eistonnen-Brecher
Per Mertesacker und ZDF-Reporter Boris Büchler lieferten sich vor einigen Monaten eines der legendärsten Interviewgefechte des jüngeren deutschen Sportjournalismus. Nach dem 2:1 gegen Algerien bei der WM in Brasilien waren der Journalist und der Abwehr-Hüne so sehr aneinandergeraten, dass der genervte Mertesacker irgendwann nur noch meinte: » Glauben Sie, unter den letzten Sechzehn ist irgendwie eine Karnevalstruppe, oder was? Ich lege mich erst mal drei Tage in die Eistonne, und dann sehen wir weiter.« Nun trafen sich die beiden zu einem Interview in Nürnberg wieder.
zeit.de

Christian Brand soll Regensburg retten
»Felix Magath ist kein Monster«
Früher fuhr er mit dem Rad zum Training und arbeitete für Spiegel Online. Jetzt soll er den SSV Jahn Regensburg retten. Christian Brand über schöne Stunden mit Felix Magath und eine neue Berufung.
11freunde.de

Das Fußballjahr 2014: Die 11FREUNDE-Jahreschronik
Eine WM und viel Drumherum
erstmals in der Geschichte von 11FREUNDE erscheint ein Jahresrückblick. Das großformatige Sonderheft »11FREUNDE Chronik 2014 – Das Fußballjahr in Bildern« in hochwertiger Magazinaufmachung als gelumbeckte Ausgabe mit Hochglanz-Optik zeigt auf 132 Seiten die schönsten und erinnerungswürdigsten Momente des ablaufenden Fußballjahres in opulenten Bildern von u.a. Reinaldo Coddou H., Paul Ripke und den renommiertesten Fotoagenturen. Ein echter Hingucker auf dem vorweihnachtlich gedeckten Kaffeetisch.
11freunde.de

Video des Tages: Fallrückziehergranate beim Hertha-Nachwuchs
Ha-Ho-Hinein
Robert Andrich, den Namen werden wir uns dann einfach mal merken.
11freunde.de/video

Happy Birthday
Frisch aus der Ausbildungsschmiede Real Madrid Castillas eingetroffen, wurde Adam Szalai 2010/2011 in Mainz zum absoluten Shootingstar. Zusammen mit Andre Schürrle und Lewis Holtby bejubelte der »Bruchweg-Boy« seine Tore, in dem er mit den beiden anderen die Luftgitarre schwang. Nach drei Jahren in Mainz, wo der Budapester zwischenzeitlich zu den torgefährlichsten Stürmern der Bundesliga avancierte, wechselte Szalai zu Schalke. Nachdem sich in Gelsenkirchen Klaas-Jan Huntelaar verletzt hatte, war der Ungar als Stammstürmer gesetzt – schoss für die Knappen vier Tore in acht Spielen und sorgte dafür, dass sich Schalke für die Champions League qualifizierte. Nachdem er jedoch in 14 aufeinanderfolgenden Spielen ohne Torerfolg blieb, verlor er seinen Stammplatz an den wiedergenesen Holländer. Für sechs Millionen Euro wechselte Adam Szalai vor dieser Saison nach Hoffenheim. Hier versucht er sich in die Startelf zu kämpfen und erzielte in elf Spielen für die Kraichgauer bislang drei Tore. Heute wird er 27 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!