Post an Wagner

»Was ist falsch an der Kohle?«

Sandro Wagner geht nach China. Und weil Franz Josef Wagner nicht für uns arbeitet, haben wir seinen Abschiedsbrief einfach selber geschrieben. Eine Huldigung. 

imago

Lieber Sandro Wagner,

jetzt gehen Sie nach China. Dort essen sie Hunde, mit Stäbchen, angeblich. Vielleicht aber auch mit Messer und Gabel. Ich war nie dort. Ich liebe meine Heimat. Ich liebe auch Jackie Chan. Rush Hour 3 wurde in China verboten. So funktionieren Unrechtsstaaten. Es ist widerlich.

Sie verdienen Geld. Viel Geld. Asche. Knete. Kohle. Deutschland steigt aus der Kohle aus. Aber was ist so falsch an der Kohle?

Sie heißen nicht Ristorante, Sie heißen nicht Ofenfrische. Sie heißen Wagner. Das macht mich stolz.

Der FC Bayern ist ein großer Klub. Sie sind ein großer Mann, über 1,90 Meter. In China sind die Menschen kleiner. Manchmal Winzlinge. Ein Freund erzählte mir einst, Chinesen seien nicht größer als ein Spiegelei. Da habe ich gelacht. Der Freund lebt heute als Tänzer in Gibraltar. Er ist wie Sie. Kein Nationalspieler.

Ihr Bart könnte ein Musketier sein. Doch Sie sind ein Stürmer. Sie nannten sich mal den besten Deutschlands. Ein mutiger Satz. Ihr Satz. Ich wollte ihn mir tätowieren lassen. Doch er war nicht von mir. Stattdessen erfand ich eine Krawatte für den Hosenstall. Die Hosenstallkrawatte.

Herzlichst,


Ihr M. F. Dinkelaker