Messi, Ronaldo, Zlatan – Arsenals geplatzte Traumtransfers

Sgt. Wenger’s Broken Hearts Club Band

Arsene Wenger galt lange als Sparfuchs der Premier League. Zu Unrecht. Denn fast hätte er Ronaldo, Messi, Drogba und Ibrahimovic zu Arsenal geholt – unter anderem. Hier die Startelf knapp verpasster Megastars. 

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Dass Arsenal-Fans in den vergangenen Jahren nicht ganz so viel zu feiern hatten, liegt zum Großteil auch daran, dass die Qualität der Mannschaft nicht das war, was der Name Arsenal eigentlich verspricht. Nicht, dass Arsene Wenger und seine mittlerweile legendären taktischen Innovationen nicht gut und effektiv wären – es fehlen halt leider ein paar Stars. Und die hätte Wenger um ein Haar geholt, einen nach dem anderen. Wenn, ja, wenn nicht immer im letzten Augenblick etwas dazwischen gekommen wäre. Hier ist die Top-Elf von Spielern, die Wenger noch im letzten Moment nicht hat verpflichten können, deren bereits geflockte Trikots dann ungetragen zur Altkleidersammlung gewandert sind. Die Gründe sind dabei vielfältig. Eines aber ist immer gleich: Arsene Wenger tut uns leid.

Petr Cech

Noch bevor Petr Cech im Jahr 2002 zu Stade Rennes in die französische Liga wechselte, wurde er intensiv von Arsenals Scouts unter die Lupe genommen. Beide Seiten waren interessiert, doch Cech konnte nicht rechtzeitig eine Arbeitserlaubnis für England bekommen – eine Angelegenheit, von der hier noch öfter die Rede sein wird. Die bürokratische Seite des Transfergeschäfts gestaltete sich nervenaufreibend und kompliziert. Schließlich, berichtet Cech, hat der zuständige Arsenal-Scout entnervt entschieden, dass der Torwart wohl ohnehin nicht gut genug für die Premier League sei, und Arsene Wengers Talent-Scouts widmeten sich anderen Spielern.

Vincent Kompany

Ohne Kompany keine Meisterschaften für Manchester City. Der Innenverteidiger gilt seit seinem Wechsel vom HSV als einer der solidesten und zuverlässigsten Verteidiger der Premier League, ist bei Manchester City gesetzt. Im Jahr 2006, als er noch bei RSC Anderlecht spielte, trafen sich er und sein Agent Jacques Lichtenstein mehrmals mit Arsene Wenger. Und dann bekam am Ende der HSV den Zuschlag? Allerdings, denn in Hamburg garantierte man Kompany, dass er von Anfang an zur Startformation gehören würde. Das waren für den jungen Spieler und seinen Agenten unverhandelbare Bedingungen. In London hatte man vor, den jungen Verteidiger behutsamer an die Aufgabe heranzuführen.

Gerard Pique

Anfang der Nuller machte sich Arsene Wenger ein bisschen über den Talente-Markt in Europa schlau und entdeckte dabei drei vielversprechende Jungs beim FC Barcelona. Für die drei im Paket gab er gleich mal ein Angebot ab, Cesc Fabregas wechselte tatsächlich zu Arsenal. Bei Gerard Pique kam es zu Gesprächen, am Ende ging er dann aber doch zu Manchester United. Dort allerdings kam er nicht zum Einsatz, weshalb Pique zu Barcelona zurückkehrte und dort jahrelang die Innenverteidigung stellte. Pique wäre aber absolut einer nach Wengers Geschmack gewesen. Wer der Dritte war, den Wenger holen wollte? So ein etwas zu kleiner Typ, hängende Spitze, Linksfuß. Messi oder so ähnlich. Mal sehen, ob wir was zu dem bei Google finden.

Claude Makelele

Arsene Wenger holte Patrick Viera nach London und war begeistert von dem französischen Sechser. Außerdem wollte er noch einen weiteren jungen Franzosen für die Sechser-Position, einen, der den Laden dicht macht und Impulse nach vorne setzt. Claude Makelele war ein noch relativ unbeschriebenes Blatt bei Nantes, galt als zu klein und nicht kräftig genug. Wenger wusste es besser. Mit 23 Jahren wechselte Makelele dann doch im letzten Moment zu Olympique Marseille. Er sollte eine tragende Rolle in jedem Team spielen, bei dem er unter Vertrag stand, außerdem war er entscheidend an Chelseas Titelgewinnen 2005 und 2006 beteiligt.