Marius Ebbers – das Kleinfeld-Tagebuch (#3)

Der erste Skandal!

Marius Ebbers will die Kleinfeld-Nationalmannschaft zum EM-Titel führen – für uns schreibt er ab sofort Tagebuch. Teil 3: erstes Spiel, erster Sieg!

Brecher Visual Communication

Marius Ebbers war schon so vieles: Profi beim 1. FC Köln, Legende beim FC St. Pauli, Fairplay-Preisträger und Inhaber eines Modegeschäfts. Seine Profi-Karriere hat Ebbers, 37, an den Nagel gehängt, Fußball spielt er immer noch. Bei der Kleinfeld-Europameisterschaft soll er Deutschland zum Titel führen.

Für uns schreibt Ebbers ein Tagebuch aus dem Quartier in Kroatien.

Tag 3 – Matchday
Dienstag, 22. September
Der Wecker spart keine Batterie und macht um neun Uhr Krach. Offenes Frühstück ist angesagt. Das heißt, jeder muss bis zehn Uhr beim Frühstück gewesen sein. Ne coole Erfindung vom Coach – die Idee hatte Huub Stevens nie!

Dann gehts auch schon in die Spielvorbereitung. Um 16 Uhr steigt unser Auftaktmatch gegen Wales und ich möchte bis dahin doch bitte noch ein, zwei Mal wegen Physio Daniel der Ohnmacht entfliehen. Wenn der mir weiterhin so an den Faszien zieht und mich so dehnt, kann ich in zwei Tagen einen Eins-A-Spagat.

Zwischendurch schauen wir gemeinsam ein vermeintliches Spitzenspiel zwischen der Tschechischen Republik und Spanien. Und zack, der erste große EM-Skandal. Ein Tscheche knallt den Ball in den Giebel, der prallt gegen die hintere Torstange und wieder raus und die Schiris sagen, der war nicht drin. Da ein Videobeweis nicht zugelassen ist, war es auch sehr clever von der Regie, die ganze Szene noch ungefähr dreimal auf der Videoleinwand mit olympischem Ausmaß zu zeigen. Das einzige, was in Vrsar derzeit noch größer ist als diese Leinwand, ist unser mitgebrachter Beamer. Naja, wenigstens haben die Tschechen trotzdem noch gewonnen.

Ansonsten war dann nur noch unser Spiel interessant.
Kurz zusammengefasst:
- ich konnte Gott sei Dank spielen
- schlecht begonnen,
- 0:1 zurückgelegen
- Ball zu heiß
- Leistung gesteigert,
- Kooperation zwischen Klaus Fischer (ich) und Horst Hrubesch (Thamm) bringt den Ausgleich
- Halbzeit
- gute 2. Halbzeit
- kurz vor Schluss das 2:1 markiert
- Abpfiff, Sieg, Jubel.

So kann es weiter gehen…

Ffarwél!