Maradona erkennt drei weitere Kinder an

Massenvater Maradona

Eigentlich weilte Diego Maradona Anfang der 2000er auf Kuba, um seine Kokainsucht behandeln zu lassen. Doch offenbar ließ er die Puppen tanzen. Nun kommen die Details und Konsequenzen ans Tageslicht. 

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Die Tochter ermunterte den Papa zu noch mehr Anstrengung. »Fehlen nur noch drei bis zu einer Mannschaft mit elf Spielern«, twitterte Giannina Maradona nach den jüngsten Enthüllungen über Diego Maradona sarkastisch. Aber auch diese Spitze könnte schon überholt sein. Denn die Aufenthalte von Diego Maradona zwischen 2000 und 2005 auf der Karibikinsel haben dem kubanischen Volk mindestens drei, wahrscheinlich vier, vielleicht aber auch noch mehr Erdenbürger geschenkt. Bislang alle erzogen und betreut von den alleinerziehenden Müttern. Maradona ist damit Vater von (mindestens) acht Kindern mit sechs verschiedenen Frauen.

 

Maradonas Anwalt verkündete die Nachricht vor einigen Tagen. »Maradona hat drei Kinder in Kuba mit denen ich Kontakt habe«, sagte Matias Morla in einem Interview mit dem TV-Kanal Trece in Buenos Aires. Noch seien diese nicht offiziell anerkannt, aber Diego werde das noch tun, versprach Morla. Von den betroffenen Familien gebe es zwar keine Geldforderungen, aber die Mütter und Kinder drängten darauf, dass Maradona die Vaterschaft auch offiziell anerkenne. Es gehe um den Respekt. Inzwischen ist die Rede von einem weiteren Kind auf Kuba, das Maradona zugeordnet werden soll. Auch darum will sich Morla kümmern.

 

Im Streit mit Ex-Frau und Töchtern

 

Bei Maradonas erster Familie sorgten die Neuigkeiten für Verwunderung und Wut. Maradonas Ex-Frau Claudia Villafañe wirft dem 58-Jährigen vor, die Nachricht absichtlich zum Zeitpunkt der Schwangerschaft ihrer gemeinsamen Tochter Dalma ans Tageslicht kommen zu lassen. Niemand denke an Dalma, es gehe nur daran Schaden anzurichten, sagte Villafañe. Inzwischen hat Dalma das Kind zur Welt gebracht.

 

Maradonas Verhältnis zu Villafañe gilt als zerrüttet, zur Hochzeit seiner Tochter Dalma mit Andrés Caldarelli war Argentiniens National-Heiliger nicht erschienen. Auch das Verhältnis zu seinen beiden Töchtern ist seit dem Rosenkrieg mit Mutter Villafañe stark angespannt. Auch aufgrund seines Frauenbild sollen sie sich von ihrem Vater distanziert haben.