Machtwechsel bei Tennis Borussia Berlin

Tür und Tor am Mommsen geöffnet

Zumindest Jens Redlich, der sich aktuell in den USA aufhält, sieht das völlig anders. Gegenüber dem »Tagesspiegel« sagte er am gestrigen Abend: »Ich bin nicht zurückgetreten. Das stimmt alles nicht. Wir werden das alles rechtlich prüfen lassen.« Fraglich ist also, ob Redlich zu irgendeiner Zeit schriftlich seinen Rücktritt verkündet hat - denn selbst wenn er kurz darauf den Rücktritt vom Rücktritt erklärt haben sollte, wäre das nach Vereinsrecht wohl nicht gültig.

»Wir würden uns über ein persönliches Gespräch freuen, damit wir den Verein geordnet übernehmen können. Möglicherweise steht uns auch ein Rechtsstreit bevor. Wir glauben aber, dass wir im Recht sind", so Schulze. Er und der fan-freundliche Teil des Aufsichtsrats scheinen sich ihrer Sache jedenfalls sicher. Dass der Platzwart am Mommsenstadion nach Ansicht des Vereinsregisters Tür und Tor öffnete, um dem neuen Vorstand Einlass in die Räumlichkeiten zu gewähren, spricht für die Gruppe.

Der Kampf geht weiter

Wie der Kampf um den Verein in den kommenden Wochen eskalieren könnte, davon erhielt man am gestrigen Nachmittag eine Kostprobe. An der Geschäftsstelle trugen, so beschreiben es Augenzeugen, mehrere Personen Kisten aus den Büros. Der »Tagesspiegel« schreibt, dass laut der Aufsichtsratsvorsitzenden Hoffmann unter anderem PCs fehlen würden. Kurz darauf wurden durch den neuen Vorstand die Schlösser ausgetauscht.

Am Sonntag beginnt für TeBe die neue Saison mit einem Auswärtsspiel bei Tasmania Berlin. Unklar ist, ob die Mannschaft in den neuen Trikots spielen wird. Die ziert der Schriftzug von Redlichs Fitnesskette »Crunch Fit«.