Legendäre Traumtore (19): Ronaldinho vs. Sevilla

Er will doch nur spielen

Wie macht man sein erstes Tor in einem offiziellen Spiel für den FC Barcelona, wenn man Ronaldinho heißt? Genau, man nimmt den Ball, macht ein Traumsolo und klebt noch ein Traumtor dran. 

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Da sitzt man vor dem Rechner und soll Worte für das finden, was Ronaldinho einst mit dem Ball und seinen Gegenspielern angestellt hat. Schwieriges Unterfangen. Gigantomanisch, zauberhaft, aus einer anderen Welt vielleicht? Mal schnell im Duden »Superlative« nachschlagen. Was war er für ein grandioser Spieler, Techniker, Traumtorschießer und Fanseelen-Juchzenlasser. Unnachahmlich sein Antritt, seine Ballbehandlung und sein Spielwitz, herzerwärmend sein 90 Minuten langes Gegrinse. Es schien immerzu so, als wolle er einfach nur spielen. Sonst nichts.

Hier ein paar Elasticos verteilen, dort drei Gegenspieler mit ein bisschen hochhalten zum Narren halten um dann schlussendlich wahlweise mit Fallrückzieher, Außenristschlenzer oder Hackentrick einzunetzen. Und genau so musste es dann ja auch 2004, bei seinem ersten Tor in einem offiziellen Spiel für den FC Barcelona, gegen Sevilla kommen. Was für eine Wonne! Bitteschön.