Legendäre Traumtore (13): Maradona vs Juventus

Aus dem Stand ins Herz der Tifosi

1984 kam Diego Maradona für eine Rekordablöse zum SSC Neapel. Frenetisch empfangen tat er sich zuerst schwer, spätestens mit dem Freistoßtor gegen Juventus platzte jedoch der Knoten.

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Kein Spieler wird von den neapolitanischen Tifosi mehr geliebt als »el diez«.

75.000 wohnten der Präsentation des Weltstars bei, der für damals umgerechnet 24 Millionen DM zum Verein im wirtschaftlich schwachen Süden kam. Er verkörperte die Hoffnung, den reichen Konkurrenten aus Turin oder Mailand eins auszuwischen und erstmals die Meisterschaft der Serie A zu gewinnen.

Nach einer soliden, aber den Ansprüchen natürlich nicht genügenden ersten Saison, kamen die »Azzuri« 1985/86 richtig in Fahrt, hatten sich zu Saisonende mit dem dritten Rang in der italienischen Spitze etabliert. Vor allem natürlich durch Maradona, klar.

Sinnbildlich hierfür ist der 3. November 1985: In Neapel empfängt man Juventus, die Starauswahl rund um Platini und Laudrup. Seit dreizehn Jahren gewann SSC nicht mehr gegen die »Alte Dame«. Bis in der 72. Minute Maradona zum Freistoß antritt. Trocken aus dem Stand hebelt der stämmige Argentinier den Ball über die Mauer direkt rechts in den Winkel. Wie es sich gehört. Oder gibt es etwa noch andere Möglichkeiten?

Der Rest ist Geschichte: 1987 wird wird Neapel erstmals italienischer Meister, »Il Diegos« kultische Verehrung ist gefestigt und eine Generation von Jungen wird auf seinen Namen getauft.