Kuriose Vertragsprämien

Prämie für Anschisse

Presseberichten zufolge möchte sich Frankfurts Keeper Lukas Hradecky besondere Paraden extra vergüten lassen. Aber da geht noch mehr. Hier kommen sechs weitere Prämien-Vorschläge.

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Torprämie

Wer behauptet, beim Konsolen-Zocken nie versucht zu haben, mit dem Keeper durchzulaufen und ein Tor zu schießen, der lügt. Und spätestens seit Lionel Messi wissen wir, das Fußballer den virtuellen Kick durchaus nutzen, um sich auch auf dem echten Platz zu verbessern. Warum also nicht Torwart-Solo-Tore vergüten lassen, schließlich hat auch jeder mittelmäßige Ersatzstürmer eine saftige Torprämie im Vertrag. Denkbar wäre auch eine gestaffelte Prämienausschüttung je nach Schwierigkeit des Tricks während des Dribblings. Mit einem Solotor, das aus dreizehn nacheinander ausgeführten Elasticos besteht, könnte sich Hradecky ein dreizehntes Monatsgehalt verdienen. Führt er den Jay-Jay-Trick aus, winkt ein neuer Dienstwagen. Denkbar wäre auch eine Extra-Prämie, wenn der Treffer zum Tor des Jahres gewählt wird.

Wasser rationieren

Jeder kennt die Wasserflasche, die bei Spielen hinter dem Keeper im Tor liegt. Was viele nicht wissen: Der Liter Wasser kostet derzeit stolze 0,5 Cent. Hradecky könnte das Wasser vor und nach dem Spiel abwiegen und sich den Gegenwert des Wassers, das er nicht trinkt, aufs Gehalt anrechnen lassen. Nimmt man alle Trainingseinheiten und Spiele zusammen, kommt ein stolzes Sümmchen irgendwo im hohen zweistelligen Centbereich zusammen. Netter Nebeneffekt: Durch die Dehydration würden die Muskeln viel deutlicher zu Tage treten.

Das Winken in die Fankurve als Workout anrechnen

Es ist mitunter der anstrengendste Part des Profidaseins: Nach einem erschöpfender, neunzigminütiger Fußballarbeit in die Fankurve laufen und den mitgereisten Anhängern winken oder gar applaudieren. Das geht insbesondere bei Torhütern auf die Arme, und die sind ja mithin die wichtigsten Körperteile eines Keepers. Hradecky könnte sich die Ehrenrunden also vergüten lassen, zeigt sich der Verein von dieser Lösung nicht angetan, könnte man das Winken auch als Workout anrechnen und Hradecky von den Trainingseinheiten im Kraftraum freistellen. Eine klassische Wink-Win-Situation.