Kuriose Trikotpanne in Israel

Das doppelte Oh Gottchen

Es gibt hässliche und ärgerliche Trikotwerbung. Und es gibt den Fall von Maccabi Haifa.

Screenshot: ihavewifi.com



Auch Unentschieden können Sieger sehen. Torhüter zum Beispiel, die mit ihren Glanzparaden dafür Sorge tragen, dass keine Treffer fallen und trotzdem Jubelstürme ausbrechen. Ganze Mannschaften gar, wenn sie denn der krasse Außenseiter waren und dem Favoriten aufopferungsvoll einen Punkt abgeknöpft haben.



Nach der israelischen Erstliga-Partie zwischen Maccabi Haifa und Hapoel Raanana (Endstand 0:0) vom vergangenen Wochenende war von nichts dergleichen die Rede. Und trotzdem kannte die Partie einen Sieger. Und einen Verlierer. Es waren die Trikotsponsoren vom Gastgeber aus Haifa.



Ganz Recht, die Trikotsponsoren. Plural. Denn während zehn Spieler von Maccabi mit einem »Volvo«-Schriftzug auf der Brust durch die 90 Minuten grätschten, lief ein Abtrünniger mit dem Sponsor der Vorsaison über den Rasen, lief »Honda« zur Schau.



Punktsieg für Heine

Und wenn wir schon dabei sind, einem 0:0 in Israels Sieger aus den Rippen zu leiern, machen wir doch einfach weiter. Denn immerhin hat Maccabis Marco Balbul hinterher darauf verzichtet, zu sagen: »Ja gut, äh. Wir haben ja quasi mit zehn Mann gespielt.«



Zudem hat ein Blick auf den Kader und die Vereinsinfos von Maccabi ergeben, dass:

1.) Gal Alberman, eine der Top3-Fleischmützen in der Geschichte von Borussia Mönchengladbach, immer noch Fußball spielt, auch im Alter von 35 Jahren. 

2.) Nikita Rukavytsya, einer der Top3-Australier in Diensten von Hertha BSC, Mainz 05 und dem FSV Frankfurt, sein Teamkollege ist



3.) Die Anschrift von Maccabi Haifa lautet: Heinrich-Heine-Straße 14



Der auch das Schlusswort bekommen soll, der alte Fußballpoet:



»Das Glück ist eine leichte Dirne,
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne
Und küßt dich rasch und flattert fort.«





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