Kleine Regelkunde zum Videobeweis

Entscheidung im Schlaflabor

Alle regen sich über den Halbzeit-Elfer für Mainz auf. Aber wann darf der Schiri denn eigentlich noch pfeifen? Werfen wir einen Blick in unser, ähem, Regelwerk. 

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Regelwerk Video Assistant Referee

§ 1.7

Hat der Schiedsrichter den Platz bereits in vollem Umfang verlassen, darf er das Spiel nicht mehr unterbrechen. Ist nicht eindeutig zu erkennen, ob der Schiedsrichter den Platz bereits in vollem Umfang verlassen hat, ist ein für solche Fälle vorgesehener zweiter Video Assistant Referee befugt, die Entscheidung dem ersten Video Assistant Referee mitzuteilen, der sie an den Unparteiischen weitergibt. So wird die Integrität des Sports und die Transparenz der Entscheidung zu jeder Zeit gewahrt. 

§ 1.8

Steht der Schiedsrichter bereits unter der Dusche, hat sein Haar aber noch nicht eingeseift, ist der VAR befugt, strittige Entscheidungen an den Schiedsrichter durchzugeben. Entsprechend wasserfeste Headsets sind in der Testphase vor der Saison an die Schiedsrichter verteilt worden. Sollte der Schiedsrichter vor dem Einseifen mit Shampoo einen Haar-Conditioner benutzen, so obliegt es dem Vierten Offiziellen, eine Entscheidung zu treffen, ob noch eine Entscheidung getroffen wird. Bei Schiedsrichtern mit Vollglatze ist eine Neubewertung der Szene zu jeder Zeit durchzuführen.

§ 3.2

Hat der Schiedsrichter am Flughafen bereits eingecheckt, ist allerdings noch nicht durch die Sicherheitskontrolle, so darf der VAR dem Unparteiischen eine Neubewertung der Szene nahelegen. Im Duty-Free-Bereich gekaufte Waren oder etwaige in Anspruch genommene Dienstleistungen wie Taxifahrten, können der DFL in Rechnung gestellt werden. 

§ 4.5

Der VAR greift ausschließlich bei eindeutigen Fehlentscheidungen ein. Ausnahmen bilden lediglich Entscheidungen, die den 1. FC Köln grob benachteiligen könnten. 

§ 5.2

Befinden sich die Spieler in den Non-REM-Schlafphasen I und II oder bereits in der REM-Schlafphase, noch nicht aber bzw. nicht mehr in der Non-REM-Schlafphase III oder IV (Tiefschlaf), darf der Schiedsrichter die Spieler zurück auf den Platz beordern, um eine Neubewertung der jeweiligen Szene umzusetzen. Die Alpha-, Theta bzw. Deltawellen der Gehirne der Spieler müssen im Sinne der Transparenz und der Eindeutigkeit einer Entscheidungsfindung in jedem Falle vorher vom DFB-Schlaflabor ausgewertet werden. Es gelten die üblichen Frequenzen von 0,1 bis <4 Hz bei 20 bis 50 Prozent der Hirnaktivität eines jeden Spielers. 

§ 6.4

Ist der Unparteiische mittlerweile in einem Seniorenheim untergebracht, darf der VAR zu jeder Zeit noch eingreifen. Der Unparteiische muss sich allerdings einer erneuten Regelprüfung unterziehen, um den sicheren Umgang mit dem Regelwerk unter Beweis zu stellen. Ist dies der Fall, darf die jeweilige Szene sofort neu bewertet werden. Ist dies nicht der Fall, muss der Unparteiische einen zwölfwöchigen Kompaktkurs belegen, um das Regelwerk aufzufrischen. Anschließend wird die Szene neu bewertet.

§ 7.3

Ist das gesamte Schiedsrichterteam bereits tot, so darf der VAR die Nachfahren zuerst des Schiedsrichters, dann des Vierten Offiziellen, dann der Linienrichter über einen Notar kontaktieren. Es obliegt schließlich dem ältesten noch lebenden Nachfahr des ranghöchsten Unparteiischen, zu entscheiden, ob die entsprechende Szene noch einmal neu bewertet wird. Schiedsrichter haben allerdings die Möglichkeit, entsprechende Passagen im Testament zu verankern, um die Entscheidungsfindung zu erleichtern und eine Neubewertung mit der erforderlichen Geschwindigkeit zu ermöglichen.