Jogi Löw muss neue Reize setzen

Personelle Reize

»Ich habe kein Problem damit, wenn da einige Spieler fehlen«, sagte Löw. So könnten sich andere Spieler in den Vordergrund spielen. »Wir wollen den Konkurrenzkampf schüren, um personelle Alternativen zu haben.« Junge, interessante Spieler wie Sebastian Rode, Sebastian Jung oder Lewis Holtby werden das frühestens nach der U-21-EM sein, die im Juni in Israel stattfindet. Bis dahin sind die Nachwuchsspieler für Löw tabu.

Seit seiner Amtsübernahme nach der WM 2006 hat der Bundestrainer 30 Turnierspieler ausgemustert. Löw hat seine Mannschaft gerade nach Turnieren personell aufgefrischt. Doch nach der EM 2012 ist nicht so viel passiert. Das wiederum hat zwei Gründe. Die deutsche Mannschaft war schon die jüngste des Turniers. 14 der 23 Spieler waren nicht älter als 24. Und doch muss Löw personelle Reize setzen.

Spieler, die zur Bonus-Generation gehören

Mit Blick auf die WM 2014 muss sich der Bundestrainer fragen, welcher Spieler die Mannschaft voranbringt, wer mitschwimmt oder sie gar bremst. Dabei muss Löw auch Spieler hinterfragen, die zur Bonus-Generation zählen. Also Spieler wie Schweinsteiger, Klose, Podolski und Lahm, die die Löw-Ära geprägt und jeweils um die 100 Länderspiele absolviert haben. Denn zu viel Romantik kann sich auch Deutschland nicht leisten.