Intranationale Duelle im europäischen Wettbewerb

Der größte Eintracht-Erfolg aller Zeiten

1979/1980, UEFA-Pokal, Finale
Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt 3:2, 0:1

Im ersten deutschen Finale der Europapokalgeschichte trafen die Frankfurter auf Mönchengladbach. Im Hinspiel auf dem Gladbacher Bökelberg machte die Eintracht das Spiel und traf zwei Mal, trotzdem setzte sich der Titelverteidiger aus Gladbach mit 3:2 durch – ein glücklicher Sieg, das entscheidende Tor fiel in der 88. Minute.

Zwei Wochen später das Rückspiel in Frankfurt: Während die Eintracht auf bedingungslose Offensive setzte, schien Mönchengladbach sich auf dem Vorsprung auszuruhen. Trotzdem fiel der Siegtreffer erst in der 81. Minute. Der vier Minuten vorher eingewechselte Fred Schaub vollendete nach vorangegangenem Strafraumgestocher. Und die Eintracht feierte den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte.



1992/1993, Europapokal der Pokalsieger, 1. Runde
SV Werder Bremen gegen Hannover 96 3:1, 1:2

Eine Begegnung der besonderen Art gab es auch 1992. Zum einzigen Mal kam es auf europäischer Ebene zu einem Aufeinandertreffen eines Bundesligisten mit einem Zweitligisten. In der Vorsaison hatte Hannover überraschend den DFB-Pokal gewonnen - unter anderem durch einen Halbfinalsieg gegen Bremen im Elfmeterschießen - und der SV Werder sich den Pokal der Pokalsieger geholt. 

Im Hinspiel nahmen die Bremer Revanche für das Halbfinale im Pokal und siegten souverän mit 3:1. Auch im Rückspiel gingen sie nach 18 Minuten in Führung, doch 96 drehte das Spiel mit einem Doppelschlag in vier Minuten noch vor der Pause. Die zweite Hälfte entwickelte sich zum Sturmlauf auf den Bremer Kasten, doch dank eines gut aufgelegten Oliver Reck blieb es beim 1:2 aus Bremer Sicht. 

1987/1988, UEFA-Pokal, Halbfinale
Bayer Leverkusen gegen SV Werder Bremen 1:0, 0:0

1988 forderte Bremen im Halbfinale Bayer Leverkusen. Das hätte so gar nicht stattgefunden, hätten sich die Bremer nicht mit dem ersten »Werder-Wunder« in der zweiten Runde gegen Spartak Moskau durchgesetzt (1:4, 6:2 n.V.).

Die beiden Begegnungen verkamen dann leider zu zwei echten Trauerspielen. Einem unspektakulären 1:0-Heimsieg in Leverkusen folgte ein noch unspektakuläreres, torloses Unentschieden im Weserstadion. Leverkusen konnte das egal sein, der Finalsieg im Elfmeterschießen gegen Espanyol Barcelona bedeutete den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Und Bremen wurde immerhin deutscher Meister.


1997/1998, Champions League, Viertelfinale
FC Bayern München gegen Borussia Dortmund 0:0, 0:1 n.V.

Ähnlich trist verliefen zehn Jahre später die Begegnungen zwischen den Bayern und dem BVB im Viertelfinale der Champions League. Das erste Aufeinandertreffen zweier deutscher Mannschaften in diesem Wettbewerb war das Spiel deutscher Meister gegen Champions League Titelverteidiger.

Die Spiele selbst wurden den Voraussetzungen aber nicht gerecht. Nach dem torlosen Unentschieden im Hinspiel in München waren die Bayern im Westfalenstadion zwar drückend überlegen, konnten gegen die Dortmunder Defensive aber kein Tor erzielen. Das erledigte dann Stephane Chapuisat in der Verlängerung – für die Gegenseite. Im Halbfinale wurde Dortmund dann Real Madrid zugelost und das erste Tor fiel schon vor dem Anpfiff.