Inter-Star Candreva zahlt Migrantin das Essensgeld

Antonio, der Anständige

Antonio Candreva ist in dieser Saison sportlich noch nicht sonderlich aufgefallen. Dafür sorgte der 32-jährige Spieler von Inter Mailand jetzt mit einer besonderen Geste für Aufsehen.

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Sie kommen in protzigen Karren, tragen fette Uhren und um ihren Swag voll aufzudrehen, sind sich Fußballer auch nicht zu schade, so wie Leroy Sané 24.000 Dollar für einen Rucksack auszugeben, in dem sich sowieso nichts befindet, da sie zur Beförderung ihrer Sachen ja einen persönlichen Butler haben.

Das Schöne an dem Ganzen ist, dass es auch noch die andere Seite gibt. Profis, die in Geld schwimmen und dabei auch mal an andere denken. Juan Mata gründete seine eigene Initiative »Common Goal«, Özil spendet genau wie Lukas Podolski oder Toni Kroos für Bedürftige. Und wenn es nicht Geld ist, spenden Fußballer auch Stammzellen. So wie Lennart Thy, der damit  2018 ein Leben rettete.

Weil er es für richtig hielt

Doch es können auch die kleinen Dinge des Lebens sein, die anderen Menschen eine große Freude bereiten. So wie bei Antonio Candeva, ehemaliger italienischer Nationalspieler und aktuell bei Inter Mailand unter Vertrag. In Minerbe, einer kleinen Stadt im Nordosten Italiens, strich Bürgermeister Andrea Girardi einer Schülerin das Mittagessen. Ihre Eltern, Migranten, konnten die Kosten nicht mehr übernehmen. Hintergrund: Girardi ist Mitglied der Partei »Lega Nord«. Eine Partei, die die Zuwanderungsbegrenzung durchsetzen möchte. Während alle Schulkinder ihre Pasta aßen, gab es für das Mädchen nur Crackers mit Thunfisch. Candreva hörte von dieser Story, griff zum Hörer und ließ sich die Geschichte vom Bürgermeister bestätgen. Der Mittelfeldspieler übernahm die Kosten für die Schülerin. Warum er das tat? Weil er es für richtig hielt.

Womöglich liegt das Gespür für die gute Tat auch in der Familie. Candrevas Vater jedenfalls sagt: »Ich bin stolz auf die Geste meines Sohnes. Antonio war immer eine sensible Person und seit er selbst Vater ist, hat sich das noch verstärkt. Seit er ein Kind ist, haben ihm andere immer am Herzen gelegen und er hat immer gerne geholfen.«

Und keine Sorge: Fantasiejacken wie diese kann sich der 54-fache Nationalspieler auch weiterhin leisten.. 


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