Immer noch da: Spaniens Oldie Joaquin

Ein Mann für eine Epoche

Der Spanier Joaquin hat die Entwicklung der Primera Division in den vergangenen 16 Jahren miterlebt – nun geht er in seine vermutlich letzte Saison als Spieler.

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Der Gedanke ans Camp Nou löst bei Joaquin immer noch ein Kribbeln aus. Auch nach 16 Jahren Profifußball und fast 500 Spielen in der Primera Division. »Hombre«, sagt er, während er sein Glas mit Orangensaft in einem Zug austrinkt. »Das ist eine der Kathedralen des Fußballs. Ich hätte wahrscheinlich noch Lust dort zu spielen, wenn ich ein alter Mann bin.«

Es ist vermutlich seine letzte Saison

Wer es böse mit Joaquin meint, der würde behaupten, dass er bereits genau das ist. Als Sportler zählt er mit seinen 35 Jahren nicht mehr zu den Nachwuchshoffnungen. Gut möglich, dass diese Saison, die für ihn und seinen Klub Betis Sevilla am Sonnabend mit einem Auswärtsspiel beim FC Barcelona beginnt, seine letzte sein wird.

Sehr wahrscheinlich werden Joaquin und Betis auch nur eine Nebenrolle spielen. Niemand zweifelt daran, dass Barcelona und die beiden Madrider Klubs Real und Atletico den Titel unter sich ausspielen werden. Vor allem Atletico ist mit den Neuzugängen Kevin Gameiro und Nicolas Gaitan noch stärker einzuschätzen als im Vorjahr.

Legende bei Betis

»Wir wollen eine ruhige Spielzeit ohne Abstiegsgefahr«, sagt Joaquin. Vergangene Saison wäre Betis beinahe wieder runter gegangen. Im Sommer machte der Klub einen personellen Schnitt, trennte sich von Spielern wie Heiko Westermann (zu Ajax) und Rafael van der Vaart. Joaquin durfte bleiben. Natürlich. Er ist bei Betis eine Art lebende Legende und auch wenn seine Spielzeit zuletzt stetig geringer wurde, lieben ihn die Anhänger. Bei seiner Rückkehr vor einem Jahr kamen rund 20 000 Fans zur offiziellen Vorstellung.

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