»Ich hoffe, er wird bestraft!« – Die schönsten Eskapaden von Mario Balotelli

Bei dem brennt's doch

9.
Die Spielkonsole ist ein beliebtes Objekt der jungen Fußballergeneration. Gedankenlos rumdaddeln und Tricks ausprobieren, die man im wahren Leben niemals hinbekommen würde. Das macht Laune. Zu langweilig für Balotelli. Ein Testspiel in der Sommervorbreitung für die laufende Saison gegen die Los Angeles Galaxy nutzte er, um einen solchen »Move« ganz real auszuprobieren. Alleine auf den Torwart zulaufend, drehte er sich um die eigene Achse und setzte den Ball mit der Hacke am Tor vorbei. Trainer Roberto Mancini wechselt ihn daraufhin sofort aus. Das wäre Balotelli auf der Spielkonsole nicht passiert.

10.
»Super-Mario« kann auch anders. Im Oktober 2011 wurde er in England das Gesicht einer Kampagne zur Warnung für Kinder und Jugendliche beim Umgangmit Feuerwerkskörpern. Eine Aktion, die durchaus zeigte, dass sich der Star selbst auf die Schippe nehmen kann. Wenige Wochen zuvor hatte zwei Löschfahrzeuge einen Brand in seinem Haus löschen müssen, nachdem seine Freunde und er mit Böllern gezündelt hatten.

11.

Nach dem Brand übernächtigte Balotelli erst einmal bei Freunden. Sorgen musste er sich um sein Haus während seiner Abwesenheit nicht machen. Die Nachbarschaftshilfe war in seiner Wohngegend offensichtlich intakt und so hatten die Anrainer ein Auge auf Balotellis Heim. Ihnen blieb nicht unbemerkt, dass zwei Männer einen Fernseher aus seiner Villa transportierten und riefen pflichtbewusst die Polizei. Diese konnten die beiden Täter rechtzeitig erwischen: Einer war Balotelli selbst, der ein paar Sachen abholen wollte.

12.

Ein Freistoß 25 Meter vor dem Tor. Wie gemalt für Balotellis Zauberfuß. Mitspieler Alexander Kolarov war da anderer Meinung und schnappte sich stattdessen die Pille. Doch an diesem 31. März 2012 im Ligaspiel gegen  den FC Sunderland war der Stürmer so versessen auf diesen Freistoß, dass er einen Streit um die Ausführung anzettelte. Selbst der Schiedsrichter konnte die skurrile Darbietung  nicht recht glauben. Sein Trainer Roberto Mancini wollte bei seinem Problemspieler weiterhin auf Gespräche setzen, allerdings dosiert: »Ich spreche nicht jeden Tag mit ihm, denn dann bräuchte ich einen Psychiater.«

13.
Für die kruden Aussagen des US-Rappers Kanye West über Sklaverei (»400 Jahre Sklaverei? Das klingt für mich nach eigener Wahl.«) hatte Balotelli nicht viel übrig: »Was für ein Bullshit kommt aus deinem Mund?«, kommentierte er via Twitter. Den polarisierenden US-Rapper dürfte das nicht interessiert haben, er kennt den Fußballer wahrscheinlich gar nicht. Er sagte allerdings mal, er möge Menschen, die die extremste Version ihrer selbst sind. Mario Balotelli wäre wohl ganz nach seinem Geschmack.