HSV und KSC – so spielen die Relegationsteilnehmer

Muss es wieder Lasogga richten?

Da auch die Karlsruher defensiv in zwei engen Viererketten verteidigen, ist ein Offensivspektakel eher unwahrscheinlich. Der KSC ließ in der Saison nur 26 Gegentore zu, Ligaspitzenwert gemeinsam mit Aufsteiger Darmstadt. Die Hamburger kassierten zwar fast doppelt so viele Gegentore (50), blieben aber dennoch in zehn ihrer 24 Spiele ohne Gegentreffer. Die Defensive ist die Stärke beider Teams.

Vermutlich wird es eine zähe Partie

Es dürfte ein Spiel werden, wie wir es in dieser Bundesliga- und Zweitliga-Saison so oft gesehen haben: Beide Teams werden rigoros im Mittelfeld pressen und sich im Duell 4-2-3-1 gegen 4-2-3-1 gegenseitig neutralisieren. Da die Außenverteidiger auf beiden Seiten eher bedächtig nachschieben, dürfte sich zunächst eine zähe Partie mit wenig Zug zum Tor entwickeln.



Spielerisch gehören weder die Hamburger noch die Karlsruher zu den besten Teams des Landes. Dafür hat Karlsruhe in Hiroki Yamada einen offensiven Mittelfeldspieler, der über ein geniales Verständnis für Kontersituationen verfügt. Nur gegen die stabil stehenden Hamburger dürfte Karlsruhe selten zum Kontern kommen, selbst wenn sie versuchen, auf Konter zu spielen.

Helfen dem HSV wieder Standards?

Im Idealfall steht beim HSV die Null. Ohne eigenes Tor wird der Klassenerhalt jedoch schwer. Doch wer soll die Tore schießen? Spielerisch haben sie außer Flügelangriffen wenig vorzuweisen, und die Flügel versperren Karlsruhes defensivstarke Außenverteidiger. Muss der HSV wieder auf einen Standard hoffen? Fast die Hälfte ihrer Rückrunden-Treffer fielen nach ruhenden Bällen. Oder richtet es – wie im vergangenen Jahr - Pierre-Michel Lasogga aus dem Nichts?

Mindestens 180 Minuten hat der HSV Zeit, darauf eine Antwort zu geben.