Hoffenheim entthront

Wehen ist Herbstmeister

Das Wochenende in der Regionalliga: Im Süden entriss Wehen Hoffenheim die Herbstmeisterschaft, im Norden drücken sich alle um den Platz an der Sonne. Imago Das Heim-Remis gegen die Kickers aus der Vorwoche hatte gleich zwei Trendwenden eingeläutet. Während Hoffenheim nun in Wehen das Spitzenspiel und damit die Herbstmeisterschaft verlor, konnten die Schwaben direkt einen Sieg nachlegen und wichtige Punkte aufholen. Im Norden gab es erneut einen Spieltag der verpassten Möglichkeiten.

Regionalliga Nord

Die ersten fünf Mannschaften mussten durch die Bank auswärts antreten. Osnabrück verlor überraschend in Kiel, dem damit der erste Sieg unter Trainer Stefan Böger gelang (2:0). Der VfL hätte dadurch bis auf Platz fünf durchgereicht werden können, durfte aber tatsächlich oben bleiben, weil alle anderen auch nicht gewannen. Wuppertal ging in Wilhelmshaven mit einem Rückstand und einem Mann weniger in die Halbzeit (Gelb-Rot gegen Jerat) und konnte die 1:2-Pleite daher nicht mehr abwenden. Auch Dresden ging komplett leer aus, verlor durch den Treffer Ferhat Cercis (37.) mit 0:1 und hatte noch Glück, dass Aufsteiger Magdeburg (1:1 in Leverkusen) nicht vorbeizog. Als letztes Team verpasste am Sonntag Fortuna Düsseldorf den Sprung auf Platz eins, blieb durch das 1:1 bei Hamburgs Reserve aber im neunten Spiel in Folge ungeschlagen. Gewinner der 17. Runde waren somit die "Eisernen" von Union Berlin (2:0 gegen Dortmund durch einen Benyamina-Doppelpack), die gar als Achter nur noch vier Punkte Rückstand auf die Aufstiegsränge hatten sowie die zweite Mannschaft von Werder Bremen. Denn die hatte spielfrei.

Regionalliga Süd

Neun Mal in Folge hatten die Stuttgarter Kickers nicht mehr gewonnen. Und als es nun endlich soweit war, durfte niemand zusehen. Wegen des Becherwurfs im Pokalspiel gegen Hertha BSC waren im Heimspiel gegen Elversberg keine Zuschauer erlaubt. Übermittelt wurde ein 2:0-Erfolg der Schwaben durch einen Doppelschlag von Okpala und Parmak (75./78.). Nach der langen Talsohle kamen die Aufstiegsränge damit wieder in Sichtweite, denn die beiden großen Klubs konnten diesmal nicht beide siegen. In Wehen stieg das große Spitzenspiel der besten Heimelf (fünf Siege in Folge) gegen das beste Auswärtsteam (sechs Erfolge am Stück). In einem spannenden und sehr ansprechenden Spiel riss schließlich die Serie Hoffenheims, das nach 13 Spielen erstmals wieder verlor. Amstätter (43.) und Catic (85.) schossen Wehen zur Herbstmeisterschaft, das Rangnick-Team konnte nur noch verkürzen (87.). Zarte Aufstiegshoffnungen durften sich auch Reutlingen (3:1 gegen Karlsruhe) und Siegen wieder machen, wobei das 2:1 der Sportfreunde gegen Kaiserslautern keine Euphorie entfachte. Die Pfälzer hatten noch kein einziges Spiel gewonnen. Trostlos auch die Lage in Pirmasens, wo Interimstrainer Andreas Kamphues zum Debüt die sechste Niederlage in Folge betreuen musste (0:2 gegen Aalen). Saarbrücken dagegen konnte sich etwas befreien und heftete sich mit einem 3:2 gegen Stuttgart II an untere Mittelfeld der Liga.


Hat Wehen das Zeug für die Zweite Liga? Diskutiert mit - im Forum www.11freunde.de/forum/7/1164015858 !