Helden der Unterklasse (66)

Klare Linie

Ein C-Jugend-Trainer, der sich bei Werder ins Gespräch bringt. Ein Platzsturm durch eine Schildkröte. Und Verbalerotik in Bayern. Hier kommt das Beste aus dem Amateurfußball.

Screenshot Facebook/Kreisliga

Linie? Welche Linie?
Wir wissen leider wann, noch wo das Foto für unser Titelbild aufgenommen wurde. Wir wissen nur: Mal eben ganz in Ruhe WÄHREND des Spiels den Platz abkreiden — großes Tennis.

Die volle Portion Kasalla
Dass der SSV Bergisch Born im Pokal gegen den FC Remscheid gewinnt, ist an sich noch keine große Sache. Interessant wird das Ganze allerdings, wenn man auf den Namen des zweifachen Torschützen beim 2:0-Sieg schaut: Leon Legat, Sohn des Thorsten. Der bekanntlich bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch beim FC Remscheid tätig war. Die einen sagen als Trainer, die anderen sagen als Voll-Legat. So oder so, Papa war hinterher mächtig stolz und schrieb auf Facebook:

»Gestern hat mein Sohn Leon (...) meinem Ex-Club FC Remscheid richtig Kasalla gegeben! Ich bin stolz auf Dich, mein Sohn!« Echte Liebe gibt es eben nur in Fußballerfamilien.

Scheibel für Werder!
Wäre er der Richtige für eine mögliche Zeit nach Viktor Skripnik? Das Anforderungsprofil des SV Werder scheint er nach eigenem Ermessen ja vollständig zu erfüllen. Und auch sportlich taucht Luca Scheibel derzeit dort, wo es Bremen gut gefallen würde. Die von ihm derzeit betreute C-Jugend des BV Cloppenburg rangiert auf Platz neun ihrer Landesliga. Zugegeben, in ihrer Liga ist das gleichbedeutend mit einem Abstiegsplatz. Aber man kann eben nicht alles haben.


Foto: Screenshot Facebook

Der geplatzte Traum vom Kunstrasen
Was hatten sie sich beim FF Geretsried auf diesen Tag gefreut! Endlich war der neue Kunstrasenplatz fertig und die Spielgruppenleiterin des Bayerischen Fußballverbands kam zur Abnahme. Schade nur, dass ihr Maßband während der Inspektion der Anlage bei 78,5 Metern stoppte. Was auch in Bayern elfeinhalb Meter zu wenig sind für den regulären Spielbetrieb.

Der Vorsitzende des Klubs, der das Problem eigentlich kommen sah und nur eben vergaß, seine Verein darüber zu informieren, nahm es gegenüber fussball-vorort.de recht gelassen: »Wir haben uns ja nicht verschlechtert. Es ging darum, den Hauptplatz zu entlasten. Das ist gelungen. Jetzt finden Kleinfeldspiele nur noch auf dem Kunstrasen statt. Nur Großfeldspiele um Punkte eben nicht.«

Sein Trainer hingegen findet die Nummer eher geht so: »Das hilft uns nicht wirklich. Man macht sich so schon irgendwie zur Lachnummer. Aber wenigstens ist das Training jetzt ganz wunderbar.« Immerhin.