Helden der Unterklasse (65)

Alles raushauen

Platzverweis für einen Furz. Die beste Amateurkabine der Welt. Und eine Platzsperre — während des Spiels. Hier kommt das Beste aus dem Amateurfußball.

Screenshot instagram/xxgilbixx

Platzverweis für einen Furz
Der Preis für den absonderlichsten Platzverweis der Woche geht nach Schweden. Adam Ljungkvist, Linksverteidiger vom Amateurklub Pershagen SK, hatte schon gelb, als ihm eine Blähung aus dem Gedärm entwich.

Oder um es mit den Worten von Gegenspieler Kristoffer Linde zu sagen: »Ich stand ein gutes Stück entfernt, aber ich habe den Furz laut und klar gehört. Das war das Seltsamste, was ich je auf einem Platz erlebt habe.« Fand offenbar auch der Schiedsrichter und schickte den Übeltäter mit gelb-rot vom Platz. 

Windmacher Ljungkvist hingegen verstand hinterher die Welt nicht mehr: »Meinem Magen ging es nicht so gut, also habe ich es einfach fahren lassen. Ich habe den Schiedsrichter gefragt, ob es wirklich nicht erlaubt sei, ein wenig den Wind zu brechen. Ich verstehe das nicht. Vielleicht dachte er, ich hätte in meine Hand gefurzt und den Furz dann in seine Richtung geworfen. Aber das habe ich nicht.« Womit Ljungkvist gleich noch den Preis für die beste Verteidigungsrede der Woche einheimst. Immerhin.

Die beste Amateur-Kabine der Welt
Nein, das ist nicht neue Kabine des VfL Wolfsburg, sondern die des TSG Grün-Weiß Möser, Kreisoberliga Jerichower Land. Zwei Jahre hätten die Planungen gedauert, schreibt die ausführende Firma auf ihrer Facebook-Seite.

Und fast die gesamte Zeit über sei das Projekt als »streng geheim« behandelt worden, da Trainer Henry Jentzsch seine Jungs damit überraschen wollte. Ist ihm gelungen. Offenbar zu gut. Denn die Premieren-Partie mit frisch eingeweihter Kabine auf Champions League-Niveau ging glatt mit 0:2 verloren. 


Foto von und gefunden bei: facebook.com/objekteinrichtungen

So wie einst König Otto
Westfalenpokal. Oberliga-Aufsteiger SC Hassel fidelt gegen Landesligisten TSG Dülmen ein 5:0 in den Abend und freut sich zunächst ob der souveränen Leistung. Ehe Ernüchterung um sich greift. Denn Hassel unterlief während des Spiels die Mutter aller Dämlichkeiten — ein Wechselfehler.

Der im Laufe der Partie ein- und erst kurz zuvor von der Spvgg. Erkenschwick gewechselte Marvin Schurig war noch ohne Spielerlaubnis unterwegs. Besonders bitter: Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch 25 Minuten zu spielen. Und ach ja: Die Mannschaft lag mit 4:0 in Führung.

Der ganz normale Wahnsinn
Das? Ach das ist nur das Protokoll der Landespokal-Partie des SV Warnemünde gegen den Doberaner FC. 8:7 nach 90 Minuten. Normal.


Foto: Screenshot fussball.de