Helden der Unterklasse (64)

Alles Amateure <3

Icke Häßler nimmt Berlin auseinander. Die knappste Abseitsentscheidung ever, ever. Und Schiedsrichter mit Putzfimmel. Hier kommt das Beste aus dem Amateurfußball.

Screenshot instagram.com/hergado

Was das für 1 Titelbild ist? Ganz einfach, der Mann heißt Khalaf Nahko, leitet hier gerade die Kreisliga C-Partie BSV Leese II gegen VfL Lürdissen II und — trägt keine Schuhe. Der ganz normale Amateur-Wahnsinn. Hach.

Trainer und komplette Mannschaft sucht..
Der Satz »Die Mannschaft steht geschlossen hinter dem Trainer« heißt ja meistens vor allem: Der gute Mann ist am Arsch. Kann sich schon mal um die Wohnungsauflösung kümmern. Und ein Ticket für das Trainerkarussell lösen. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. So wie bei der zweiten Mannschaft des STV Hünxe aus der Kreisliga C, Rees-Bocholt. So wie bei Trainer Willi Swiderski.

In der vergangenen Saison noch hatte er die Truppe zur Vizemeisterschaft geführt. In diesem Jahr sollte der Aufstieg her. Doch dann verkrachten sich Vorstand und Übungsleiter, bis der schließlich den Laufpass kassierte. Nicht mit uns, dachte sich die Mannschaft, erklärte sich mit Ausnahme von zwei, drei Abweichlern solidarisch mit ihrem Coach und drohte dem Klub mit Abschied.

Und weil beide Seiten auch dauerhaft auf stur schalten, steht die Mannschaft für dieses eine Mal zwar tatsächlich geschlossen hinter ihrem Trainer, allerdings auch ohne Verein da. Irgendwas ist aber auch immer.

Aus der Reihe ...
... »Mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen«: Diese heikle »Abseits oder vielleicht doch eine Krümmung im Raum-Zeit-Kontinuum«-Entscheidung, die schließlich zum 1:1-Ausgleich und -Endstand im Kreisliga A-Kracher RW Leithe gegen Günnigfeld II führte.

 
Foto: Gefunden bei und Screenshot von facebook.com/FuPaBochum 

»Icke« allein zu Haus
Ach, ihr habt Euch gerade gefragt, was wohl Thomas »Icke« Häßler macht? Na, mit Club Italia die Berliner Bezirksliga, Staffel 1 auseinandernehmen. Sechs Punkte uns 12:1 Tore steht für die vom Weltmeister angeleitete Truppe zu Buche — nach gerade einmal drei Halbzeiten. Denn als Club Italia beim Heimspieldebüt und bei Affenhitze bereits zur Halbzeit mit 7:0 führte, bat der Gegner, die zweite Mannschaft des VfB Hermsdorf, um Verzeihung und um Abbruch. 

Keine gute Nachrichten für Häßler, hatte er den Job nach eigener Auskunft doch vor allem deswegen angenommen, um daheim nicht mehr die Wände anstarren zu müssen.

(Kein) Anpfiff wegen schmutziger Kabine
Was nützt der beste Matchplan, wenn die Kabine müffelt?! Diese Erfahrung musste man bei Sportunion Dortmund machen. Denn eigentlich war alles angerichtet für das Pokalspiel gegen den BV Lünen; die Teams waren ebenso rechtzeitig vor Ort wie der für die Partie angesetzte Schiedsrichter. Doch als der sich in der ihm zugewiesenen Kabine für das Spiel umziehen wollte, war das Spiel gelaufen: Viel zu dreckig sei der Raum gewesen, so der Unparteiische. Der die Partie daraufhin gar nicht erst anpfiff, den Ort des Ekels verließ, weshalb das Spiel schließlich für die Gäste gewertet wurde.