Hat Hoffenheim ein Hooligan-Problem?

»Die Fans achten die Familie Hopp«

Das ist eine schwierige Aufgabe bei einem Klub, der von einem Mäzen finanziert wird.
Wieso? Ein Mäzen wie Dietmar Hopp verbindet mit seinem Engagement ja gerade keinerlei Geschäft. Aber um Fußball zu finanzieren, braucht es Investoren und Sponsoren. Das ist hier so wie überall. Diese Debatte wird andernorts, bei den so genannten Traditionsklubs, ja noch viel schärfer geführt. Wir sind ein junger Verein mit jungen und modernen Strukturen.

Es ist dennoch grotesk, wenn Ultras eines Vereins gegen die Lebensgrundlage ihres Klubs sind.
Die Fans achten und schätzen die Familie Hopp, ohne die hier in der Region vieles nicht möglich wäre. Den Fans geht es hier eher um bezahlbare Stehplätze und die Vermarktung von TV-Rechten.

Die Polizei arbeitet nun den Vorfall am Samstag auf. Wenn alles so war, wie es Ihnen erzählt wurde: Wäre ein Stadionverbot gerechtfertigt?
Die Frage ist, ob in Stadionverbote in jedem Fall etwas bringen. Allerdings müssen wir auch sagen, dass wir kaum Erfahrung damit haben, da es bislang kaum einen Grund gab, welche auszusprechen.

Michael Pisot, gehört es zu einer korrekten Hoffenheimer Fan-Haltung, Spott hinunterzuschlucken?
Da sollten wir drüberstehen. Wir können sogar sehr gut mit dem Image des Dorfklubs leben. Es ist unser Markenzeichen, und wir sind stolz darauf, ein wenig anders zu sein als die anderen.