Gonzalo Higuaín: Messis ungleicher Partner

Besser als Kempes

Wenn seine Mannschaftskameraden bereits unter der Dusche standen, legte Higuaín noch Sonderschichten ein. Tarzia hängte Schilder mit Zahlen von eins bis vier an der Querlatte. »Erst beim Anlaufen rief ich Gonzalo zu, welches er davon anvisieren sollte«, erzählt Tarzia. Schon bald führte kein Weg mehr an dem beidfüßigen Angreifer vorbei. In der Jugendliga von Buenos Aires sicherte er sich Mitte der 1990er fünfmal in Folge die Torjägerkrone – mit durchschnittlich rund 100 Treffern. Nach seiner ersten Profistation bei River Plate wechselte Higuaín schließlich 2007 nach Madrid, wo er noch bis 2016 unter Vertrag steht. Erst kürzlich knackte er die 100er-Marke als Torschütze im Dress der Königlichen.

Higuain schon besser als Kempes
 
In gerade einmal dreieinhalb Jahren in der Selección hat es Higuaín zudem mit 21 Treffern bereits geschafft, Argentiniens Sturmlegende Mario Kempes (20 Tore) zu übertrumpfen. Bis zum Rekord von Gabriel Batistuta (56 Tore) ist es allerdings noch ein weiter Weg.
 
Heißester Mitstreiter ist dabei kein Geringerer als Messi (32 Tore). Sollten sich beide jedoch weiterhin derart zu Höchstleistungen anstacheln wie zurzeit, so wird es ihnen sicherlich egal sein, wer am Ende den Rekord für sich beanspruchen darf. Denn das Ziel ist klar: In Brasilien wollen beide mit Argentinien den dritten WM-Titel gewinnen.

Ein Sieg heute in Bolivien und die Sabella-Elf kann fast schon das Ticket lösen. Der Vorsprung auf einen Nichtqualifikationsplatz beträgt momentan bereits elf Punkte. Knipser vom Dienst Higuaín, mit neun Treffern auch ganz vorne in der Torschützenliste der Südamerika-Gruppe, muss in La Paz jedoch eine Zwangspause einlegen. Er ist gelbgesperrt.