Fußballprofis und Rapmusik

Can I kick it?

Memphis Depay hat einen neuen Track gedroppt. Kurz nachdem Kevin-Prince Boateng mit (mehr oder weniger) tighten Lines über das »Bella vita« in den HipHop gegrätscht ist. Rappende Fußballer sind sehr unterhaltsam - und kein neues Phänomen, wie unsere Sammlung zeigt.

@Memphis on Twitter

Memphis Depay - »Fall Back«

Seitdem es für den holländischen Nationalspieler bei Olympique Lyon mit deutlich mehr Einsätzen als in Manchester spielerisch wieder läuft, boomt auch sein Rap-Game: Nach einigen Freestyles und einem fast zehn Millionen Mal angeklickten Musikvideo zu Depays erster Single »No Love«, in der es übrigens nicht um seine Beziehung zu Louis van Gaal und José Mourinho geht, ist gestern »Fall Back« erschienen. Wir hoffen sehr, dass der Titel nicht auf ein eventuelles Ziehen der Kaufoption seitens ManUnited bezogen ist.


Prin$$ Boateng - »Bella Vita«

»I’ma tell you how I feel, no deal / ’Cause I’ve always been a player in the field.« Wow, wow, wow! Wer spittet denn da solche derben Fußball-Rap-Analogien? Es ist Kevin Prince Boateng, der mit viel Bling-Bling drumherum immer wieder in weißer Hose und weit aufgerissener Jacke in irgendeiner gottverlassenen Wüste steht und genauso albern wie echte Rapper mit den Händen fuchtelt. Vielleicht eine Metapher für den materiell reichen aber geistig kargen modernen Fußballer? Oder eine Bewerbung für einen Spitzenklub in Katar?


David Alaba - »Sag mein Namen«

Auch der österreichische MC David Alaba aka DA27 beweist mit »Sag mein Namen« ein ebenso gutes Gefühl für Flow und Beat wie für die deutsche Grammatik. Hört man den Song, fragt man sich allerdings auch, ob Alaba überhaupt gesanglich beteiligt ist, so sehr geht seine Stimme in mechanischen Autotune-Klängen unter. Vielleicht ist es besser so.