Fußball

Gladbach: Teurer Gesang

Der Gesang gehört zum Spiel wie Ball und Tore. Die Gladbacher Profis Jeff Strasser und Kasey Keller bezahlen ihre Einlage am Mikrofon vom vergangenen Samstag allerdings mit einer Geldbuße von 3000 Euro. Die Schmähgesänge gegen den 1. FC Köln kamen beim DFB nicht gut an. Imago Zugegeben, meistens gehören singende Fußballer bestraft. Man denke nur mit Grausen zurück an Berti Vogts´ beklemmendes Duett mit Ilja Richter oder Thomas Brdarics seltsamen Ausflug ins Tonstudio. Der DFB allerdings hatte Kasey Keller und Jeff Strasser von Borussia Mönchengladbach auf dem Kieker, die sich am Wochenende im Jubeltaumel nach dem Sieg über den 1. FC Köln das Stadionmikro geschnappt und die Gladbacher Nordkurve lautstark beschallt hatten. Die Schmähgesänge gegen den 1. FC Köln stießen beim Verband überhaupt nicht auf Gegenliebe. Allerdings hat der Kontrollausschuss des DFB von einem Verfahren gegen Strasser und Keller abgesehen. Beide zahlen freiwillig 3000 Euro Geldstrafe an die Fritz-Walter-Stiftung und umgehen damit weitere Sanktionen.

Auch in der ansonsten an Gesangskultur nicht armen Karnevalshauptstadt Köln konnte man über die Sangeslust der Elf vom Niederrhein gar nicht lachen - sowohl der Verein Borussia Mönchengladbach als auch die beiden Spieler haben sich jedoch inzwischen bei den Kölnern entschuldigt. "Wir haben ein wichtiges Spiel gewonnen und wollten das mit den Fans feiern. Es tut mir Leid, wenn wir mit den Liedern jemanden beleidigt haben. Das war nicht unsere Absicht", sagte Borussia-Kapitän Jeff Strasser. Schön (laut) war´s trotzdem.