Fußball

Schalke: Thon ist langweilig

Nachdem sich Olaf Thon seine Trainerlizenz Ende 2004 in Köln besorgt hat, bietet er seine Dienste bei Königsblau an. Die jedoch sind so wenig von ihm überzeugt, dass sie lieber den Assistenten Slomka zum Chef machen. Olaf will aber nicht länger Grußonkel sein. Imago Weltmeister Olaf Thon will `seinen´ Klub Schalke 04 verlassen und im Exil seine zweite Karriere als Fußball-Lehrer beginnen. `Nach der WM 2006 will ich als Trainer arbeiten. Und da das in Schalke nicht möglich ist, werde ich den Klub verlassen´, sagte der Ex-Nationalspieler der Recklinghäuser Zeitung. Dabei will der 39-Jährige, der seit Juni 2005 im Aufsichtsrat der Königsblauen sitzt, auch den Umweg über die dritte oder vierte Liga gehen: `Wenn ein ambitionierter Regionalligist oder Oberligist Gewehr bei Fuß stünde, wäre ich bereit.´ Thon, Weltmeister 1990, hatte im Dezember 2004 seinen Abschluss als `staatlich anerkannter Fußball-Lehrer´ an der Deutschen Sporthochschule in Köln gemacht. Einen Job im sportlichen Bereich hatte ihm sein Klub, für den er zwischen 1984 und 2002 295 Bundesliga-Spiele (52 Tore) absolvierte, jedoch nicht angeboten. Im Schalker Aufsichtsrat will Thon aber auch weiterarbeiten, wenn er bei einem anderen Verein Trainer wäre. `Wenn man der Meinung wäre, ich könnte trotz dieser Belastung weiter im Aufsichtsrat tätig sein, würde ich das gerne tun.´ Eine spätere Rückkehr zu den Königsblauen hat Thon, der nach Ende seiner aktiven Karriere als Repräsentant des Klubs arbeitete, aber weiter vor Augen. `Ich bin Schalker durch und durch. Schalke war und ist eine Herzensangelegenheit für mich´, sagte er: `Nur wenn es derzeit im sportlichen Bereich keine Verwendung für mich gibt, muss ich eben gehen. Dennoch würde ich nie sagen, das Kapitel Schalke ist für mich beendet.´