Fußball

Schalke: Assauer strikes back

Im Machtkampf um seinen Posten als Manager schlägt Rudi Assauer zurück: Im Gegensatz zu Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sieht sich Assauer keinesfalls schon auf dem Präsidentenstuhl, sondern verweist auf seinen Vertrag, der erst 2008 ausläuft. Imago "Ich lasse mich von niemandem vertreiben. Mein Vertrag läuft noch bis 2008. Und wenn da was dran geändert werden soll, dann muss man in aller Ruhe darüber reden", sagte der 61-Jährige der Bild-Zeitung. Tönnies hatte nach der Entlassung von Chefcoach Ralf Rangnick in den letzten Tagen mehrmals wiederholt, dass Assauer nach der laufenden Saison ähnlich wie Franz Beckenbauer bei Rekordmeister Bayern München Präsident und damit den Weg für Sportdirektor Andreas Müller freimachen würde. "Die Zeit des Managers Assauer ist vorbei. Wir ändern die Positionen", sagte Tönnies jüngst. Unterdessen betonte Assauer, dass es keine Differenzen mit Müller gebe: "Zwischen Andy und mich passt kein Blatt Papier. Ich habe ihn nie angemacht, als Ralf Rangnick nicht mehr gut funktionierte, und den hat er an Land gezogen. Umgekehrt hat mich Andy nie im Regen stehen lassen, als meine Trainer Frank Neubarth und Jupp Heynckes floppten." So trägt Assauer auch die ungewöhnliche Trainerwahl mit dem früheren Rangnick-Assistenten Mirko Slomka mit. "Ich war total überrascht, als Andy Müller mit diesem Vorschlag kam. Er hat mich dann aber in einem langen, sehr sachlichen Gespräch davon überzeugt, dass die Lösung Sinn macht", erklärte Assauer weiter. Von Slomka erwartet Assauer nicht weniger als die Champions-League-Qualifikation: "Der Trainer hat eine erstklassige Truppe. Wenn er sich nicht so verzettelt wie Rangnick, kann er die Champions-League-Qualifikation noch schaffen."