Fußball

Assauer: Bald Kaiser-Verschnitt?

Es hat eine Weile gedauert, aber auf Schalke ticken die Uhren eben anders. Nach Jahren der nimmer endenden Unruhe hat der Aufsichtsrat von S04 nun doch mal Rudi Assauer als Störenfried auserkoren. Es bahnt sich an, dass der "Kaschmir-Hooligan" nach und nach entmachtet wird... Imago Rudi Assauer hat auf Schalke schon so manchem Sturm getrotzt. Der smarter Manager konnte sich bislang immer behaupten, auch wenn ihm schon häufiger ein heftiger Wind ins Gesicht blies. Nun verkündete der Schalkers Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies die Entmachtung von `Stumpen-Rudi´. Teammanager Andreas Müller soll ab sofort das Sagen im sportlichen Bereich haben und schon den neuen Schalke-Trainer alleine suchen. Assauer wird derweil als `Schalkes Beckenbauer´ gepriesen und soll sich bereits jetzt mit repräsentativen Aufgaben zufrieden geben. Ist damit der Entmachtung des langjährigen S04-Machers tatsächlich vollzogen? Tönnies sollte vorsichtig sein und sich nicht zu früh freuen. Sein Verhältnis zum Manager, der wie nur wenige polarisieren kann, war schon in der Vergangenheit mehrfach stark belastet. Tönnies´ unverhohlene Drohung, der Aufsichtsrat werde den Noch-Manager sehr aufmerksam beobachten, verheißt zudem nichts Gutes. Man darf gespannt sein, wie Assauer reagieren wird. Wird er sich kampflos wegloben lassen, oder wird er nochmals den Kampf - gegen Tönnies - aufnehmen? Klar ist, dass die Uhr gegen Assauer läuft. Über kurz oder lang, dies hat er schon selbst angekündigt, wird er sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Doch den Zeitpunkt, da bedarf es keiner prophetischen Fähigkeiten, will der Bundesliga-´Dino´ Assauer selbst bestimmen. Es scheint so, als ob den Königsblauen nach der Trennung von Cheftrainer Ralf Rangnick noch weitere unruhige Wochen bevorstehen.