Fußball

Cottbus: Ohne Worte

Tiefer kann man nicht mehr sinken. Anhänger von Energie Cottbus präsentierten beim Gastspiel in Dresden am vergangenen Montag nebenstehendes Transparent. Dummheit gepaart mit schlampigem Ordnungsdienst? Imago Peter Tauber, Pressesprecher von Dynamo Dresden, wehrte sich gegenüber 11 FREUNDE gegen den Vorwurf, der Sicherheitsdienst vor Ort habe nicht eingegriffen. "Wir hatten über 350 Sicherheitskräfte vor Ort, die auch in den Block gegangen wären. Aber die Staatsanwältin, die für die Sicherheit im Stadion abgestellt war, hat das abgelehnt." Im Energie-Block war ein Transparent aufgetaucht, das die Aufschrift "Juden" zeigte, wobei das "D" dem Dynamo-Wappen entsprach. "Auf legalem Weg ist das Transparent nicht durch unsere Kontrollen gekommen. Das hätten wir bemerkt", so Tauber. Das Gerücht, die Buchstaben seien erst im Stadion auf dem Stoff angebracht und so in den Kontrollen nicht entdeckt worden, wollte er allerdings weder bestätigen noch dementieren. Unterdessen hat sich die Cottbuser Fanszene für den peinlichen Auftritt entschuldigt und sich deutlich von den Verantwortlichen distanziert. "Diese „JUDEN“-Fahne und das damit in Verbindung zu bringende Meinungsbild ist weder Ausdruck des Denkens, noch des Handelns der insgesamt intakten Cottbuser Fanszene und wird von uns allen auf das Schärfste verurteilt", so die Fans in einem offenen Brief.