Fußball

Bayer: Völler mischt mit

In den Streit um finanzielle Forderungen von Ex-Manager Reiner Calmund hat sich jetzt auch Rudi Völler eingeschaltet. Der Sportchef der Leverkusener bemängelt die Vereinspolitik und wähnt sowohl Calmund als auch Bayer als Verlierer in der Sache. Imago Völler bedauert den Rechtsstreit seines Arbeitgebers Bayer Leverkusen mit Ex-Geschäftsführer Reiner Calmund. "Ich finde es schade, dass so etwas jetzt öffentlich ausgetragen wird", sagte der ehemalige DFB-Teamchef dem Kölner Express, "ich weiß nicht, warum sich Herr Sprink (Meinolf Sprink, Sportbeauftragter der Bayer AG, d.Red.) mit Herrn Calmund nicht an einen Tisch setzen konnte, um die Sache in aller Freundschaft auszuräumen. Jetzt gibt es doch nur Verlierer." Das Kölner Landgericht muss am 15. Dezember entscheiden, ob die Einkünfte aus Nebentätigkeiten Calmunds von den Zahlungen Bayers abgezogen werden dürfen und, wenn ja, in welcher Höhe. Angeblich soll Calmund, der 27 Jahre für den Klub in verschiedenen Funktionen tätig war, laut Express eine einmalige Abfindung von 445. 000 Euro erhalten haben. Bis zu seinem 65. Lebensjahr soll er außerdem eine jährliche Pensionszahlung von 185.000 Euro vom Werksklub bekommen. Gestritten wird offenbar um eine Summe von 141. 000 Euro. Völler bezog ungewohnt deutlich Stellung: "Es ist klar, dass die Bayer AG keine gute Figur abgibt. Diese Sache ist schlecht für den Klub. Ich betone aber, dass beide Seiten jetzt im gleichem Maße gefordert sind, Reiner Calmund und Bayer." Der Weltmeister von 1990 hofft, dass es zu einer außergerichtlichen Einigung kommt.