Fußball

Rummenigge: Wir wollen mehr

Die Bayern sind bekanntlich der reichste Klub der Bundesliga. Das reicht Karl-Heinz Rummenigge aber bei weitem nicht. Er will für die Großen und insbesondere den FC Bayern mehr Geld aus den TV-Einnahmen. Viel mehr. Nur dann könnten die reichen deutschen Klubs auch im internationalen Vergleich bestehen, meinte Rummenigge in einem „stern“-Interview. „Die schwächeren Vereine profitieren sportlich überhaupt nicht von den ihnen zufließenden Millionen. Umgekehrt aber fehlen diese Mittel den reichen deutschen Klubs, um sich im Europapokal gegen noch reichere Klubs durchzusetzen. Juventus Turin bekommt 115 Millionen aus dem TV-Topf, Real Madrid und der FC Barcelona jeweils über 100, und unsere Freunde von Manchester United über 50. Und wir als FC Bayern stehen da mit unseren 16,2 Millionen. Das ist ein Witz.“ Ja, das ist wirklich ein Witz. Und gemein noch dazu. Überhaupt sei es ja schon genug, dass der große FC Bayern aus Solidarität mit den kleineren Vereinen noch bei der zentralen Vermarktung der Bundesliga mitmache. Ein nobler Zug. Wenn Rummenigges Einschätzungen zutreffen, kommt durchs Pay-TV bald richtig Geld in die Kasse. Die Begründung: „Es ist ziemlich sicher, dass wir im Fußball bald kein Monopol mehr im Pay-TV haben. Wenn es mehrere Nachfrager für das Pay-TV gibt, werden diese auch berücksichtigt. Weg vom Monopol bedeutet höhere Preise zugunsten der Bundesliga.“ Spätestens dann steht dem Aufstieg der Bayern zu einem deutschen FC Chelsea ganz ohne Millionärs-Sponsor nicht mehr im Weg.